🦷10 Tipps für gesunde Zähne bei Hund & Katze🦷
Für ein gesundes Maul und ein glückliches Tierleben!
1. Regelmäßige Zahnkontrolle durch den Tierarzt
Lasse die Zähne deines Tieres mindestens einmal im Jahr vom Tierarzt kontrollieren. Viele Zahnerkrankungen sind im Frühstadium schmerzfrei und bleiben unentdeckt.
Nur ein erfahrener Blick erkennt frühe Anzeichen wie Zahnstein, Gingivitis oder Parodontitis. Eine frühzeitige Diagnose verhindert teure Folgebehandlungen.
2. Zähneputzen zu Hause – täglich oder so oft wie möglich
Zähneputzen mit spezieller Tierzahnbürste und -zahnpasta ist die effektivste Maßnahme gegen Zahnbelag. Gewöhne dein Tier schrittweise und stressfrei daran – am besten schon im Welpen- oder Kittenalter.
Nie Zahnpasta für Menschen verwenden – sie enthält Xylit, das giftig ist. Auch bei älteren Tieren ist ein Einstieg noch sinnvoll!
3. Zahnpflege-Leckerlis und Kausticks mit Zusatznutzen
Speziell entwickelte Zahnpflegeprodukte fördern den mechanischen Abrieb von Zahnbelag. Achte auf geprüfte Qualität und auf das „VOHC“-Siegel (Veterinary Oral Health Council).
Sie ersetzen nicht das Putzen, helfen aber als Ergänzung. Kausticks sollten nicht zu hart sein – sie könnten Zähne abbrechen.
4. Richtiges Futter: Zahnfreundlich und angepasst
Hochwertiges Trockenfutter mit zahnreinigender Struktur kann helfen, Zahnbelag zu reduzieren. Es gibt auch spezielle Dental-Diäten vom Tierarzt.
Feuchtfutter fördert hingegen oft Plaquebildung – daher ist hier zusätzliche Zahnpflege besonders wichtig. Lass dich gern bei uns individuell beraten.
5. Professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt
Eine Zahnsanierung unter Narkose ist bei sichtbarem Zahnstein oder entzündetem Zahnfleisch nötig. Dabei wird Zahnstein entfernt, das Zahnfleisch behandelt und lockere Zähne ggf. gezogen.
Die Behandlung sollte nur durch erfahrene Tiermediziner erfolgen. Nach der Reinigung beginnt die tägliche Pflege zu Hause.
6. Mundgeruch ernst nehmen – nicht ignorieren!
Anhaltender Mundgeruch ist oft das erste Warnsignal für Zahnprobleme. Ursache sind Bakterien im Zahnbelag oder bereits beginnende Entzündungen.
Je länger gewartet wird, desto schwerwiegender sind die Folgen. Wenn du Maulgeruch bemerkst, vereinbare zeitnah einen Tierarzttermin.
7. Speicheldrüsen und Zahnfehlstellungen prüfen lassen
Zahnprobleme entstehen auch durch Fehlstellungen oder anatomische Besonderheiten – besonders bei kleinen Rassen oder brachycephalen Tieren (z. B. Mops, Perser). Hier ist ein spezieller Zahnpflegeplan notwendig.
Auch Speichelfluss und Zahnwechsel sollten in der Wachstumsphase beobachtet werden. Frühzeitiges Eingreifen kann größere Eingriffe später verhindern.
8. Zahnstein im Blick behalten – lieber früher reagieren
Zahnstein ist verkalkter Zahnbelag und kann nicht mehr durch Putzen entfernt werden. Er bietet Bakterien perfekte Bedingungen zur Vermehrung.
Kontrolliere regelmäßig die Backenzähne – hier entsteht Zahnstein meist zuerst. Bei Verfärbungen oder harten Belägen ist eine professionelle Zahnreinigung ratsam.
9. Regelmäßige Gewichtskontrolle – indirekt für die Zahngesundheit
Futterverweigerung oder Gewichtsverlust kann auf Zahnschmerzen hinweisen. Tiere mit Zahnerkrankungen kauen schlecht oder meiden hartes Futter.
Durch regelmäßiges Wiegen erkennst du Veränderungen früh. Kombiniert mit Maulkontrollen ergibt sich ein ganzheitliches Bild.
10. Liebe & Geduld – der Schlüssel zur Zahnpflege-Routine
Zahnpflege ist ein Lernprozess – sowohl für das Tier als auch für dich. Lob, Leckerlis und ruhige Rituale helfen, Ängste abzubauen.
Auch kleine Fortschritte (z. B. das Anfassen des Mauls) sind wichtig.
Denk daran: Gesunde Zähne verlängern nachweislich die Lebenszeit deines Lieblings!
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