10 tödliche Pflanzen/Blumen für Haustiere

10 tödliche Pflanzen und Blumen für Katzen und Hunde

Giftige Pflanzen und Blumen enthalten toxische Stoffe wie Herzglykoside, Taxine oder Kalziumoxalat-Kristalle, die bei Hunden und Katzen schwere Vergiftungen auslösen können. Bereits kleine Mengen reichen oft aus, um lebensbedrohliche Symptome zu verursachen.

Warum reagieren Katzen oft stärker auf giftige Pflanzen als Hunde?

Katzen verstoffwechseln viele Pflanzeninhaltsstoffe langsamer als Hunde. Besonders bei Koffein, Herzglykosiden und bestimmten ätherischen Ölen kann die Wirkung intensiver und länger anhaltend sein. Selbst kleine Pflanzenmengen sind daher für Katzen gefährlicher.

Passend zu diesem Thema unsere Artikel über „Vergiftung – Anzeichen/Symptome richtig deuten“.

Am Ende dieses Artikel finden Sie noch grüne Alternativen.


1. Dieffenbachia (Dummkopf-Pflanze / Fensterblatt-Art)

Die Dieffenbachia gehört in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu den häufigsten Zimmerpflanzen – und gleichzeitig zu den gefährlichsten.

Sie enthält Kalziumoxalat-Kristalle, die bei Hunden und Katzen starke Maulschmerzen, Schwellungen und Atemprobleme verursachen können.

Bereits kleine Mengen können zu Erbrechen und Schluckstörungen führen. Besonders gefährlich ist, dass Tiere oft schon beim Anknabbern Symptome entwickeln.


2. Oleander

Oleander ist eine der giftigsten Gartenpflanzen im deutschsprachigen Raum.

Alle Pflanzenteile enthalten hochwirksame Herzglykoside, die bei Hunden und Katzen Herzrhythmusstörungen, Durchfall, Zittern und plötzlichen Kollaps auslösen können.

Schon geringe Aufnahmemengen reichen für eine lebensbedrohliche Vergiftung. Selbst das Trinkwasser aus einer Oleander-Vase ist toxisch.


3. Eibe

Die in vielen Gärten vorkommende Eibe ist extrem giftig für Haustiere.

Die Nadeln und Samen enthalten Taxine, die schwere Herz- und Atemstörungen verursachen.

Hunde und Katzen zeigen häufig plötzlich einsetzende Krämpfe und können innerhalb kurzer Zeit versterben.

Auch gefressene Zweige auf Spaziergängen sind ein hohes Risiko.


4. Maiglöckchen

Maiglöckchen werden in vielen Haushalten als duftende Frühjahrsblumen verwendet, sind jedoch hochgiftig.

Sie enthalten Herzglykoside, die bei Hunden und Katzen Erbrechen, Durchfall und lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen verursachen können.

Besonders tückisch: Die Blätter ähneln Bärlauch und werden draußen leicht verwechselt. Auch das Wasser in der Vase ist toxisch.


5. Alpenveilchen

Alpenveilchen sind besonders zur Winterzeit beliebt – aber sie gehören zu den gefährlichsten Topfpflanzen für Haustiere.

Die Knollen enthalten toxische Saponine, die schwere Magen-Darm-Symptome, Krämpfe und Herzprobleme auslösen können.

Aufgrund der weichen Blätter werden sie häufig angeknabbert. Bei Katzen reichen kleine Mengen aus.


6. Phildodendron

Philodendren sind in vielen Wohnungen im DACH-Raum vertreten und stellen ein ernstzunehmendes Risiko dar.

Die enthaltenen Kristalle verursachen starke Speichelbildung, Schmerzen und Schwellungen im Maulbereich.

Bei größeren Mengen drohen Atemnot und Kreislaufprobleme. Besonders gefährdet sind neugierige Katzen.


7. Weihnachtsstern

In der Weihnachtszeit einer der häufigsten Vergiftungsgründe in Tierarztpraxen.

Weihnachtssterne enthalten Euphorbia-Latex, der bei Hunden und Katzen Erbrechen, Durchfall und Schleimhautreizungen auslöst.

Auch Hautkontakt kann zu Rötungen und Schmerzen führen. Besonders gefährlich sind herunterfallende Blätter.


8. Hortensie

Da Hortensien in vielen deutschen Gärten stehen, besteht eine hohe Alltagsexposition.

Hortensien enthalten cyanogene Glykoside, die im Körper Blausäure freisetzen können.

Bei Hunden und Katzen kommt es zu Speicheln, Erbrechen, Atemnot und im Extremfall Krämpfen.

Schon kleine Mengen der Blüten können gefährlich sein.


9. Rhododendron / Azalee

Rhododendren gehören zu den giftigsten Gartenpflanzen in Mitteleuropa.

Die enthaltenen Grajanotoxine führen bei Haustieren zu starker Schwäche, Herzrhythmusstörungen, Speicheln und Krampfanfällen.

Azaleen gelten als noch gefährlicher – bereits ein Blatt kann Symptome auslösen.

Besonders kritisch: verblühte Blüten am Boden.


10. Kaffeebaum / Kaffeepflanze

Viele Haushalte besitzen kleine Kaffeepflanzen, ohne die Gefahr zu kennen.

Sie enthalten Koffein und weitere Methylxanthine, die zu Unruhe, Zittern, Herzrasen und Krampfanfällen führen können.

Photo by Michael Burrows (Pexels)

Hunde und Katzen verstoffwechseln Koffein deutlich langsamer, wodurch schwere Vergiftungen möglich sind. Schon das Knabbern an Blättern ist riskant.


Welche sichere Alternativen gibt es für einen grünen Haushalt?

Geeignete, ungiftige Pflanzen für Tierhaushalte sind u. a. Grünlilie, Areca-Palme, Basilikum, Rosmarin, Golliwoog oder Calathea-Arten. Sie sorgen für ein natürliches Raumklima, ohne ein Risiko für Hund oder Katze darzustellen.


Mehr zu den Themen Vergiftung und Erste Hilfe bei Hund und Katze erfahren Sie hier in unseren beiden weiteren Artikeln:

Vergiftung – Anzeichen/Symptome richtig deuten

Erste Hilfe beim Haustier – die wichtigsten Handgriffe