10 tödliche Lebensmittel für Haustiere

10 tödliche Lebensmittel für Katzen und Hunde – diese Gefahren lauern in der Küche

Sowohl Katzen als auch Hunde können wählerische Esser sein, doch ihre Neugier kann sie manchmal in ernste Gefahr bringen. Manche Lebensmittel, die für Menschen völlig harmlos sind, können für unsere Haustiere tödlich sein.

Selbst kleinste Mengen können schwere Vergiftungen, Organversagen oder Herzprobleme verursachen. Jeder Katzenhalter sollte die größten Risiken kennen, um seine Samtpfote zu schützen.

Wissen schützt Leben

Indem Sie wissen, welche Lebensmittel gefährlich sind, schützen Sie Ihre Katze aktiv vor Vergiftungen. Lagern Sie riskante Speisen immer außer Reichweite und reagieren Sie bei Verdacht sofort.

Passend zu diesem Thema unsere Artikel über „Vergiftung – Anzeichen/Symptome richtig deuten“.


1. Zwiebeln und Knoblauch

Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Schnittlauch enthalten Schwefelverbindungen, die rote Blutkörperchen zerstören können.

Das führt zu Blutarmut, Schwäche, blassen Schleimhäuten und sogar Organversagen.

Schon geringe Mengen – auch in gekochter Form – können gefährlich sein.


2. Schokolade

Schokolade enthält Theobromin und Koffein, die Katzen und Hunde nicht abbauen können.

Bereits kleine Mengen verursachen Erbrechen, Durchfall, Herzrasen und Krampfanfälle.

Dunkle Schokolade ist besonders giftig, da sie einen hohen Theobrominanteil hat.


3. Trauben und Rosinen

Obwohl Katzen und Hunde von Natur aus keine Süßesser sind, können sie Trauben oder Rosinen aus Neugier aufnehmen. Diese Früchte können akutes Nierenversagen auslösen – oft schon in sehr kleinen Mengen.

Aus Weintrauben werden Rosinen.

Symptome wie Appetitlosigkeit, Lethargie und Erbrechen treten meist innerhalb weniger Stunden auf.


4. Alkohol

Alkohol wirkt bei Hund und Katz‘ um ein Vielfaches stärker als beim Menschen.

Bereits winzige Mengen in Speisen oder Getränken können Erbrechen, Koordinationsstörungen, Atemnot und Koma auslösen.

Auch gärender Teig ist gefährlich, da er sowohl Alkohol als auch Gase im Magen bildet.


5. Koffeinhaltige Produkte

Kaffee, Tee, Energy-Drinks und koffeinhaltige Tabletten können bei Haustieren Unruhe, Zittern, Herzrasen und Krampfanfälle verursachen.

Der Abbau von Koffein dauert bei Katzen deutlich länger, wodurch die Wirkung verstärkt wird. Da Hunde Koffein nur langsam verstoffwechseln, besteht ein hohes Risiko einer raschen Vergiftung – insbesondere bei kleinen oder sensiblen Tieren.


6. Knochen und Gräten

Gekochte Knochen und Fischgräten splittern leicht und können zu inneren Verletzungen, Darmverschlüssen oder Erstickung führen. Bei Hunden kommt es bei Fütterung von Knochen häufig zum sogenannten Knochenkot.

Auch rohe Knochen bergen Risiken wie Bakterienbelastung oder schwere Verstopfungen.


7. Rohes Schweinefleisch

Rohes Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus (Pseudowut) übertragen, das für Katzen tödlich verläuft. Auch Salmonellen oder Parasiten sind mögliche Gefahren.

Garen tötet Erreger ab, rohes Schweinefleisch sollte aber strikt vermieden werden.


8. Avocado

Avocado enthält Persin, das bei unseren Haustieren zu Erbrechen, Durchfall und Herzproblemen führen kann.

Besonders gefährlich sind Sorten aus Südamerika und der Verzehr des Kerns.


9. Xylit (Birkenzucker)

Xylit ist für Katzen potenziell lebensgefährlich, auch wenn sie es seltener als Hunde aufnehmen.

Es kann zu einer starken Insulinausschüttung, Unterzuckerung und Leberversagen führen.

Bereits Spuren aus Kaugummis oder Backwaren können gefährlich sein.


10. Milch und Milchprodukte

Viele erwachsene Katzen sind laktoseintolerant.

Milchzucker kann bei ihnen zu Bauchschmerzen, Blähungen und (wässrigen) Durchfall führen.

In seltenen Fällen können verarbeitete Milchprodukte auch Keime enthalten, die zusätzliche Gesundheitsrisiken bergen.



Mehr zu den Themen Vergiftung und Erste Hilfe bei Hund und Katze erfahren Sie hier in unseren beiden weiteren Artikeln:

Vergiftung – Anzeichen/Symptome richtig deuten

Erste Hilfe beim Haustier – die wichtigsten Handgriffe