A – ANAPLASMOSE

Anaplasmose – „Welche Symptome zeigt ein Hund mit Anaplasmose?“

Viele Tierhalter suchen erst dann nach „Hat mein Hund Anaplasmose?“, wenn ihr Tier plötzlich müde wirkt, lahmt oder Fieber bekommt. Die Erkrankung gehört zu den wichtigsten Zecken-Infektionen und tritt besonders im deutschsprachigen Raum regelmäßig auf. Daher ist es uns wichtig, Tierhalter möglichst frühzeitig zu sensibilisieren.

⭐ Definition

Anaplasmose ist eine durch Zecken übertragene Infektionskrankheit, die die weißen Blutkörperchen befällt.

Der Erreger Anaplasma phagocytophilum schwächt das Immunsystem und löst vielfältige systemische Symptome aus.

Hunde sind besonders gefährdet – Katzen deutlich seltener.

Kernpunkte

  • systemische Erkrankung
  • Zeckeninfektion
  • Erreger: Anaplasma phagocytophilum
  • Befall der weißen Blutkörperchen

⭐ Ursachen

Die Übertragung erfolgt durch einen Zeckenstich, meist durch die Ixodes ricinus (Holzbock). Aufenthalte im Gras, Gebüsch oder Wald erhöhen das Risiko. Ohne Zeckenschutz steigt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erheblich.

Kernpunkte

  • Zeckenstiche als Hauptursache
  • Risiko in Wald & Wiesen
  • fehlende Zeckenprophylaxe
  • regionale Häufung

⭐ Symptome

Klinische Anzeichen reichen von Fieber, Müdigkeit, Appetitverlust bis hin zu Lahmheiten oder Gelenkschmerzen. Manche Tiere zeigen neurologische Symptome oder Blutungsneigungen. Das Erscheinungsbild ist oft unspezifisch, weshalb viele Fälle zunächst mit anderen Erkrankungen verwechselt werden.

Kernpunkte

  • Fieber & Lethargie
  • Lahmheiten
  • Appetitverlust
  • gelegentliche Blutungsneigung

⭐ Diagnostik

Die Diagnose wird über Blutbild, Antikörpertests oder PCR gestellt. Ergänzend prüfen Tierärzte Organwerte und Gerinnung, da die Erkrankung verschiedene Körpersysteme beeinflusst. Eine zeitnahe Diagnostik ist entscheidend, um Komplikationen zu verhindern.

Kernpunkte

  • Blutbild
  • Antikörper- & PCR-Tests
  • Kontrolle von Organwerten
  • schnelle Diagnose = bessere Prognose

⭐ Behandlung

Behandelt wird Anaplasmose typischerweise mit Doxycyclin über mehrere Wochen. Unterstützend helfen Schmerzmittel, Immunsystemstärkung und Entzündungsmanagement. Konsequent durchgeführte Therapie führt in den meisten Fällen zu guter Erholung.

Kernpunkte

  • Antibiotika (Doxycyclin)
  • Schmerz- & Entzündungsmanagement
  • Immunsystem unterstützen
  • Therapie über mehrere Wochen

⭐ Prognose

Mit früher Behandlung ist die Prognose sehr gut.

Unbehandelt kann die Erkrankung jedoch chronisch werden und Gelenke, Blutgerinnung oder das Nervensystem dauerhaft schädigen.

Zeckenprophylaxe bleibt die wichtigste Schutzmaßnahme.

Kernpunkte

  • Prophylaxe schützt zuverlässig
  • früh erkannt: sehr gute Prognose
  • unbehandelt: Risiko chronischer Schäden

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