Autoimmunerkrankungen bei Haustieren wie Hund und Katze
Autoimmunerkrankungen können bei Hunden und Katzen schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen, da das Immunsystem körpereigene Zellen angreift.
Doch wie erkenne ich eine Autoimmunerkrankung bei meinem Haustier? In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten.
Definition: „Was sind Autoimmunerkrankungen?“

Autoimmunerkrankungen sind Störungen des Immunsystems, bei denen körpereigenes Gewebe als fremd erkannt und angegriffen wird.
Diese Erkrankungen können verschiedene Organe und Systeme betreffen, darunter Haut, Gelenke, Blut oder das Nervensystem.
Sie treten oft schubweise auf und können chronisch verlaufen. Die bekanntesten Beispiele für Autoimmune Erkrankungen sind FIV (HIV bei Katzen) und chronische Gelenkentzündung, die rheumatoide Arthritis.
Ursachen: Wie entstehen Autoimmunerkrankungen bei Hund und Katze?
Die genauen Ursachen sind nicht immer eindeutig, aber folgende Faktoren spielen eine Rolle:
✔ Genetische Veranlagung – Bestimmte Rassen haben ein höheres Risiko für Autoimmunerkrankungen.
✔ Infektionen oder Umweltfaktoren – Viren, Bakterien oder Umweltgifte können das Immunsystem aus dem Gleichgewicht bringen.
✔ Stress oder hormonelle Veränderungen – Können Autoimmunprozesse verstärken oder auslösen.
✔ Reaktion auf Medikamente oder Impfungen – In seltenen Fällen kann das Immunsystem überreagieren.
Symptome: Welche Symptome treten bei Autoimmunerkrankungen auf?
Die Anzeichen hängen von der betroffenen Körperregion ab:
✔ Hautprobleme wie Haarausfall oder offene Wunden – Oft bei Pemphigus oder Lupus.
✔ Müdigkeit und Gewichtsverlust – Allgemeine Zeichen einer systemischen Erkrankung.
✔ Gelenkschmerzen und Lahmheit – Häufig bei immunbedingter Polyarthritis.
✔ Blutarmut oder Blutungsneigung – Hinweis auf eine autoimmune hämolytische Anämie (AIHA).
Wie werden Autoimmunerkrankungen diagnostiziert?
Zur Diagnose stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung:
✔ Bluttests und Antikörpernachweise – Zeigen entzündliche Prozesse und Autoantikörper.
✔ Hautbiopsien oder Gewebeproben – Erforderlich bei Verdacht auf immunbedingte Hauterkrankungen.
✔ Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall – Zur Beurteilung von Gelenken oder Organen.
✔ Ausschluss anderer Erkrankungen – Infektionen oder Tumore müssen ausgeschlossen werden.
Behandlung: Wie werden Autoimmunerkrankungen therapiert?
Die Therapie zielt darauf ab, die überschießende Immunreaktion zu kontrollieren:
✔ Immunsuppressiva wie Kortison oder Cyclosporin – Zur Dämpfung des Immunsystems.
✔ Schmerz- und Entzündungshemmer – Falls Gelenke oder Muskeln betroffen sind.
✔ Spezielle Diäten und Nahrungsergänzungsmittel – Unterstützung der Organfunktionen.
✔ Regelmäßige tierärztliche Kontrollen – Um Nebenwirkungen und Krankheitsverlauf zu überwachen.
Prognose: Wie ist die Prognose bei Autoimmunerkrankungen?
Die Prognose hängt von der Erkrankung und dem Therapieerfolg ab.
Früh erkannte und gut behandelte Autoimmunerkrankungen lassen sich oft gut kontrollieren, auch wenn eine vollständige Heilung selten ist.
In schweren Fällen kann eine lebenslange Medikation notwendig sein, um Rückfälle zu verhindern.

Autoimmunerkrankungen erfordern eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung, um die Lebensqualität des Tieres zu erhalten. Bei ersten Anzeichen wie Hautveränderungen, Gelenkproblemen oder plötzlicher Schwäche sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.
Weitere Artikel auf unserer Webseite
Um mehr über verwandte Themen zu erfahren, empfehlen wir:
- „Nephritis bei Haustieren“ – Lesen Sie mehr über entzündliche Erkrankungen
- „Autoimmune hämolytische Anämie bei Hunden“ – Mehr zur AIHA finden Sie in unserem Artikel
- „Immunisierung bei Haustieren“ – Lesen Sie mehr über das Immunsystem und Schutzmaßnahmen


