B – BIOPSIE

Was ist eine Biopsie bei Haustieren und wann ist sie notwendig?

Definiton: Was ist eine Biopsie bei Hund und Katze?

Eine Biopsie ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem eine kleine Gewebeprobe eines Organs, Tumors oder einer anderen Struktur entnommen wird.

Diese Probe wird anschließend im Labor untersucht, um herauszufinden, ob krankhafte Veränderungen, wie Entzündungen oder Tumore, vorliegen.

Ursachen: Wann wird eine Biopsie bei Haustieren durchgeführt?

Eine Biopsie wird dann veranlasst, wenn der Verdacht auf schwerwiegende Erkrankungen besteht. Häufige Ursachen sind:

  • Tumore oder Knoten, die verdächtig erscheinen und auf Krebs untersucht werden müssen.
  • Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen, die sich nicht durch andere Tests eindeutig diagnostizieren lassen.
  • Hautveränderungen oder chronische Wunden, deren Ursache unbekannt ist (siehe auch unseren Artikel zur Dermatologie bei Haustieren).
  • Abklärungen bei Organerkrankungen, z.B. bei Leber- oder Nierenerkrankungen.

Symptome: Wann sollte eine Biopsie in Betracht gezogen werden?

Wenn Ihr Haustier eines oder mehrere der folgenden Symptome zeigt, könnte eine Biopsie zur Abklärung notwendig sein:

  • Auffällige Hautveränderungen wie Geschwüre oder Flecken.
  • Schwellungen oder Verhärtungen unter der Haut, die plötzlich auftreten oder wachsen.
  • Chronische Entzündungen oder Wunden, die auf andere Behandlungen nicht ansprechen.
  • Ungewöhnlicher Gewichtsverlust oder vermehrte Müdigkeit, ohne erkennbare Ursache.

Diagnostik: Wie wird eine Biopsie bei Haustieren durchgeführt?

Das Verfahren der Biopsie ist oft minimal-invasiv und wird in der Regel unter lokaler Betäubung oder leichter Sedierung durchgeführt. Bei schwer zugänglichen Stellen kann eine Vollnarkose notwendig sein.

Der Tierarzt entnimmt eine Gewebeprobe mit einer Nadel, einem Skalpell oder während einer Operation. Die Probe wird dann im Labor untersucht, um die genaue Diagnose zu stellen. Je nach betroffener Körperregion wird die Biopsie durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen unterstützt.

Behandlung: Was passiert nach einer Biopsie?

Nach der Biopsie kann das entnommene Gewebe auf bösartige oder entzündliche Veränderungen untersucht werden. Abhängig vom Ergebnis der Untersuchung erfolgt die entsprechende Behandlung:

  • Chirurgische Entfernung des Tumors (med. Ausdruck für gut- und bösartige Umfangsvermehrung), falls er als bösartig identifiziert wird. Mehr dazu in unserem Artikel über Chirurgie bei Haustieren.
  • Medikamentöse Behandlung, falls Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen vorliegen.
  • Ernährungsumstellung oder Ergänzungstherapien, um den Heilungsprozess zu unterstützen.

Die Behandlung variiert je nach Erkrankung, und der Tierarzt wird die beste Vorgehensweise für Ihr Tier vorschlagen.

Prognose: Welche Heilungschancen bestehen nach einer Biopsie?

Die Prognose hängt stark von der Art der festgestellten Erkrankung ab. Wenn bösartige Tumore frühzeitig entdeckt und behandelt werden, bestehen häufig gute Heilungschancen.

Bei entzündlichen Erkrankungen oder Autoimmunkrankheiten wird eine langfristige Behandlung notwendig sein, jedoch können viele dieser Erkrankungen gut gemanagt werden.


Interne Verlinkungen zu weiteren Blogartikeln:

  • Chirurgie bei Haustieren: Lesen Sie mehr über operative Eingriffe und deren Ablauf.
  • Dermatologie bei Haustieren: Entdecken Sie, wie Hauterkrankungen diagnostiziert und behandelt werden.
  • Röntgenaufnahmen bei Haustieren: Erfahren Sie, wann eine Röntgenuntersuchung sinnvoll ist und wie sie Ihrem Tier hilft.