Das Cushing-Syndrom im Überblick

Das Cushing-Syndrom ist eine ernste Erkrankung, die durch eine übermäßige Produktion von Cortisol im Körper verursacht wird.
Cortisol ist ein Stresshormon, das in der Nebennierenrinde produziert wird und eine Vielzahl von physiologischen Funktionen reguliert. Ein Überschuss dieser Hormone kann schwerwiegende Folgen für den Stoffwechsel und somit für gesamten Organismus von Tier und Mensch haben.
Symptome und Auswirkungen
Die Symptome des Cushing-Syndroms können vielfältig sein: Dazu gehören Müdigkeit, Gewichtszunahme, Hautveränderungen wie Haarausfall und vermehrtes Trinken und Urinieren.
Diese Symptome können die Lebensqualität, den Schlafrhythmus und den Fettstoffwechsel des betroffenen Tieres erheblich beeinträchtigen und zu weiteren Gesundheitsproblemen führen.
Früherkennung und Diagnosestellung
Eine frühzeitige Diagnosestellung ist entscheidend, um das Cushing-Syndrom zu behandeln und potenzielle Komplikationen zu verhindern.
Der Tierarzt spielt eine wichtige Rolle bei der Erkennung der Krankheitssymptome und der Durchführung diagnostischer Tests wie Blutuntersuchungen und Hormontests, um das Syndrom zu bestätigen oder auszuschließen.
Der ACTH-Test
Bei dem sogenannten ACTH-Test zur Bestimmung des Cushing-Syndroms wird innerhalb einer Stunde zwei Blutproben vom erkrankten Tier entnommen. Im Anschluss an den ersten Blutwert zur Bestimmung des aktuellen Cortisolwertes wird eine individuell für das Tier angepasste Menge des Stoffes ACTH gespritzt.
Das ACTH ist ein Cortisol stimulierender Stoff. Um diesen Anstieg im Blut messen zu können wird nach einer Stunde erneut Blut abgenommen.
Bei gesunden Tieren ist bei der zweiten Blutprobenentnahme ein leichter Anstieg des Cortisolwertes (300 – 400 nmol/l) zu verzeichnen. Ist der Wert signifikant zu hoch, dann ist der Hund oder die Katze am Cushing-Syndrom erkrankt (550 – 600 nmol/l).
Tierärztliche Betreuung und medikamentöse Therapien
Die tierärztliche Betreuung und medikamentöse Therapien sind lebensnotwendig für die Behandlung des Cushing-Syndroms. Tierärztliche Medikamente können eingesetzt werden, um die übermäßige Cortisolproduktion zu reduzieren und die Symptome zu kontrollieren.
Eine regelmäßige Überwachung durch den Tierarzt ist besonders wichtig, um die Dosierung anzupassen und mögliche Nebenwirkungen zu überwachen.
Unterstützung der Lebensqualität betroffener Haustiere
Die Unterstützung der Lebensqualität betroffener Haustiere ist ein zentrales Ziel der Behandlung des Cushing-Syndroms.
Neben der medikamentösen Therapie können auch Veränderungen im Lebensstil, reduzieren von Stress und in der Ernährung des Tieres empfohlen werden, um das Wohlbefinden zu fördern und mögliche Komplikationen zu vermeiden.
Die Rolle des Tierarztes bei der Anamnese
Die Anamnese spielt auch beim Cushing-Syndrom eine wichtige Rolle. Der Tierarzt stellt gezielte Fragen zum Gesundheitszustand des Tieres, zu seinen Symptomen und zur Krankheitsgeschichte.
Diese Informationen helfen bei der Diagnosestellung und bei der Planung eines individuell angepassten Behandlungsplans.
Langfristige Betreuung und Nachsorge
Die langfristige Betreuung und Nachsorge von Tieren mit Cushing-Syndrom ist entscheidend für ihr Wohlbefinden und ihre Lebensqualität.
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt sind wichtig, um den Krankheitsverlauf zu überwachen, die Wirksamkeit der Behandlung zu beurteilen und Anpassungen vorzunehmen, wenn nötig.
Ganzheitliche Unterstützung für betroffene Tiere
Die Betreuung von Tieren mit Cushing-Syndrom erfordert eine ganzheitliche Herangehensweise, die sowohl die medizinischen als auch die emotionalen Bedürfnisse des Tieres berücksichtigt.
Der Tierarzt spielt eine zentrale Rolle bei der Koordination dieser Betreuung und bei der Unterstützung des Tierhalters bei der Pflege seines kranken Haustieres.
Fazit
Insgesamt ist das Cushing-Syndrom eine komplexe Erkrankung, die eine sorgfältige Diagnosestellung, eine individuell angepasste Behandlung und eine kontinuierliche Betreuung erfordert.
Die enge Zusammenarbeit zwischen Tierarzt und Tierhalter ist entscheidend, um das Wohlbefinden des betroffenen Tieres zu verbessern und seine Lebensqualität zu erhalten.


