Ektoparasiten bei Haustieren – Wie gefährlich sind sie wirklich?
„Was sind Ektoparasiten und wie erkenne ich sie bei meinem Haustier?“
Ektoparasiten sind äußere Parasiten, die auf der Haut oder im Fell von Tieren leben und sich von Blut oder Hautzellen ernähren.

Zu den häufigsten Ektoparasiten bei Haustieren zählen Flöhe, Zecken, Haarlinge, Läuse und Milben.
Sie verursachen nicht nur unangenehmen Juckreiz, sondern können auch gefährliche Krankheiten wie Anaplasmose, Borreliose oder Hautentzündungen übertragen.
Besonders bei ungepflegtem Fell, geschwächtem Immunsystem oder fehlendem Parasitenschutz besteht ein erhöhtes Risiko.
Was verursacht einen Ektoparasitenbefall bei Hund oder Katze?
Ein Ektoparasitenbefall entsteht meist durch den direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Umgebung. In Parks, Tierpensionen oder Wäldern ist die Gefahr besonders hoch. Auch Wohnungen oder Transportboxen können Parasiten beherbergen, wenn sie nicht regelmäßig gereinigt werden. Die häufigsten Risikofaktoren sind fehlende Prophylaxe, geschwächte Abwehrkräfte und ausbleibende Fellkontrolle.
➡️ Tipp: Lies dazu auch unseren Artikel über Parasitologie bei Haustieren, um mehr über die Übertragungswege zu erfahren.
Wie erkenne ich Ektoparasiten bei meinem Haustier?
Ein starker Juckreiz, ständiges Kratzen oder Beißen, Hautausschläge, Haarausfall oder entzündete Hautstellen sind klassische Symptome. Bei Milben oder Haarlingen kann das Tier auch vermehrt schuppen oder unangenehm riechen.
Manche Tiere zeigen sogar Unruhe oder Appetitverlust. Ein Flöhekamm oder das Sichtbarmachen von Zecken kann bereits zu einer ersten Einschätzung führen.
Wie diagnostiziert der Tierarzt einen Ektoparasitenbefall bei Hund oder Katze?
Die Diagnose erfolgt durch eine klinische Untersuchung, ergänzt durch Hautgeschabsel (einfache Technik der Probenentnahme in der Dermatologie), Abklatschproben (Methode zur Untersuchung der mikrobiellen Belastung von Oberflächen) oder das Auskämmen des Fells. Unter dem Mikroskop lassen sich viele Parasitenarten eindeutig identifizieren.
In manchen Fällen wird eine Allergietestung oder Blutuntersuchung durchgeführt, um durch Parasiten ausgelöste Sekundärinfektionen auszuschließen.
➡️ Weitere Infos findest du im Artikel zur Dermatologie bei Haustieren.
Wie werden Ektoparasiten bei Hund und Katze behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach Art und Ausmaß des Befalls. Gängig sind Spot-on-Präparate, orale Medikamente oder antiparasitäre Shampoos. Bei starkem Juckreiz oder Sekundärinfektionen kommen auch entzündungshemmende oder antibiotische Therapien zum Einsatz. Wichtig ist auch die Umgebungsbehandlung, z. B. durch Waschen von Decken oder Einsprühen der Umgebung mit entsprechenden Mitteln.
➡️ Querverweis: In unserem Beitrag zur Notfallmedizin findest du Infos, wie du bei einem plötzlichen Parasitenbefall sofort handeln kannst.
Wie sind die Heilungsaussichten bei Ektoparasitenbefall?
Wird ein Befall frühzeitig erkannt und behandelt, ist die Prognose in der Regel sehr gut.
Ohne Behandlung können jedoch chronische Hautprobleme, Allergien oder bakterielle Infektionen entstehen.

Wichtig ist eine konsequente Prophylaxe, besonders in den Frühlings- und Sommermonaten.
➡️ Weitere Tipps findest du in unserem Artikel zur Prophylaxe und Vorsorgemedizin bei Haustieren.
Prävention ist der beste Schutz gegen Ektoparasiten
Ein regelmäßiger Parasiten-Check, geeignete Schutzpräparate und eine sorgfältige Fellpflege sind die wichtigsten Maßnahmen gegen Ektoparasiten.
Solltest du Anzeichen wie Juckreiz oder Hautveränderungen bemerken, zögere nicht – eine frühzeitige Behandlung schützt die Gesundheit deines Tieres nachhaltig.
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