E – ENDOSKOPIE

Endoskopie bei Tieren – Was Sie wissen sollten: Definition, Gründe, Symptome, Ablauf und Prognose

Definition: Was ist eine Endoskopie bei Haustieren und wann ist sie sinnvoll?

Die Endoskopie ist ein minimal-invasives Verfahren, bei dem ein dünnes, flexibles Instrument mit einer Kamera, das Endoskop, in den Körper des Tieres eingeführt wird.

Damit kann der Tierarzt das Innere des Verdauungstraktes, der Atemwege und weiterer Organe untersuchen und Gewebeproben entnehmen.

Die Endoskopie wird vor allem genutzt, um Erkrankungen zu diagnostizieren, ohne große chirurgische Eingriffe durchführen zu müssen.

4 Gründe, die für eine Endoskopie bei Tieren sprechen

Es gibt verschiedene Situationen, in denen eine Endoskopie bei Hunden und Katzen ratsam ist:

  • Unklare Magen-Darm-Beschwerden: Chronisches Erbrechen, Durchfall oder unklare Bauchschmerzen.
  • Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt: Wenn ein Tier einen Fremdkörper verschluckt hat, kann dieser oft endoskopisch entfernt werden.
  • Diagnostik von Atemwegserkrankungen: Bei Atemnot, Husten oder Keuchen kann eine Endoskopie helfen, die Ursache zu finden.
  • Untersuchung und Gewebeproben: Verdacht auf Tumore oder Entzündungen im Verdauungs- oder Atmungssystem.

Möchten Sie mehr über akute Atemwegsbeschwerden erfahren? In unserem Artikel über Aspirationspneumonie bei Haustieren geben wir Ihnen zusätzliche Hinweise.

4 Symptome, bei denen eine Endoskopie hilfreich ist

Die typische Anzeichen, bei denen eine Endoskopie für eine genauere Diagnostik infrage kommt, sind:

  • Chronisches Erbrechen oder Durchfall: Diese Symptome können auf Magen-Darm-Probleme oder entzündliche Darmerkrankungen hinweisen.
  • Blut im Erbrochenen oder Stuhl: Ein alarmierendes Zeichen, das auf innere Verletzungen oder Tumore hindeuten könnte.
  • Schluckbeschwerden oder Husten: Dies könnte auf Probleme in der Speiseröhre oder Atemwege hindeuten.
  • Appetitverlust und Abmagerung: Besonders wenn keine klare Ursache gefunden werden kann.

Diagnostik: Wie wird eine Endoskopie bei Tieren durchgeführt?

Bei der Endoskopie wird das Tier in der Regel in Narkose versetzt, um Schmerzen und Bewegungen während der Untersuchung zu vermeiden:

  1. Vorbereitung: Vor dem Eingriff sollte das Tier am Besten nüchtern (je nach 12 – 48 Stunden vorher keine Futteraufnahme) sein.
  2. Einführung des Endoskops: Das Endoskop wird durch den Mund oder wie bei einer Gastroskopie durch den After eingeführt.
  3. Beobachtung und Probenentnahme: Die Kamera sendet Bilder aus dem Inneren des Tieres an einen Monitor. Der Tierarzt erhält so eine direkte Sicht auf die betroffenen Stellen. Falls notwendig, können im gleichen Eingriff Gewebeproben entnommen werden.

3 Behandlungsmöglichkeiten nach einer Endoskopie

Die Behandlung hängt von den Ergebnissen der Endoskopie ab:

  • Medikamentöse Therapie: Entzündungshemmende Medikamente oder Antibiotika werden oft verschrieben, wenn Infektionen oder Entzündungen festgestellt wurden.
  • Chirurgische Eingriffe: Sollten schwerwiegende Befunde entdeckt werden, kann eine anschließende Operation notwendig sein.
  • Ernährungsanpassungen: Besonders bei Magen-Darm-Erkrankungen kann eine Futterumstellung zur Linderung der Beschwerden beitragen.

Prognose nach einer Endoskopie

Die Prognose hängt stark vom Befund ab.

Bei frühen Diagnosen von Erkrankungen wie Entzündungen oder gutartigen Tumoren ist die Aussicht auf vollständige Heilung oft gut.

Schwerwiegende Befunde wie bösartige Tumore erfordern jedoch umfangreichere Behandlungsschritte.

Insgesamt trägt eine frühzeitige Endoskopie zu einer deutlich besseren Prognose bei.


Die Endoskopie als effektives Diagnoseverfahren

Fazit: Eine Endoskopie bietet Ihnen und Ihrem Haustier die Möglichkeit einer genauen, aber schonenden Diagnose bei Verdauungs- und Atemwegsproblemen. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über diese Option, wenn Ihr Haustier an wiederkehrenden oder ungeklärten Beschwerden leidet – oft kann durch eine frühzeitige Untersuchung eine schwere Erkrankung vermieden oder gezielt behandelt werden.


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