G – GERIATRISCHES PROFIL (BLUTBILD)

BlutbildGeriatrisches Profil“ – Welche Werte sind bei Hund und Katze im Alter wichtig?

Definition: Was versteht man unter einem „Geriatrischen Profil“ im Blutbild bei Haustieren?

Ein sogenanntes „Geriatrisches Profil“ ist ein umfassendes Blutbild, das speziell bei älteren Hunden und Katzen erstellt wird, um altersbedingte Veränderungen und Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen.

Es enthält Messwerte, die spezifische Informationen über die Organfunktionen liefern und typische Erkrankungen im Alter aufdecken, etwa Nieren- oder Leberprobleme. Aus diesem Grund gehört es bei den meisten Tierkliniken zum Standardprofil der Blutwerte. Bei der Befundung internistische Probleme findet dieses Profil seine Anwendung auch bei jungen Haustieren.

Fragen, die unsere Kunden häufig stellen

  • „Was zeigt ein geriatrisches Profil im Blutbild bei Hunden und Katzen?“
  • „Welche Blutwerte sollten bei älteren Hunden und Katzen überprüft werden?“
  • „Wie oft sollte das geriatrische Profil bei meinem älteren Haustier erstellt werden?“

Warum wird ein „Geriatrisches Profil“ als Blutbild empfohlen?

Bei älteren Haustieren ist die regelmäßige Gesundheitsüberwachung besonders wichtig, da viele Krankheiten im Alter häufiger auftreten und frühzeitig behandelt werden können. Das geriatrische Profil dient als Vorsorgeuntersuchung und zeigt:

  • Versteckte Nierenerkrankungen: Ein Anstieg der Kreatinin- und Harnstoffwerte weist auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hin.
  • Leberwerte: Erhöhte Enzyme wie ALT oder ALP deuten auf eine Überbelastung oder Erkrankung der Leber hin.
  • Zuckerstoffwechsel: Die Glukosewerte sind wichtig zur Früherkennung von Diabetes.
  • Blutbildparameter: Eine umfassende Überprüfung der roten und weißen Blutkörperchen gibt Aufschluss über Anämie oder Entzündungen.

Symptome: Wann ist überhaupt ein Blutbild bei meinem Haustier nötig?

Ein Blutbild kann bei verschiedenen Symptomen hilfreich sein, wie:

  • Abgeschlagenheit: Wenn Ihr Haustier ungewöhnlich müde wirkt oder das Interesse an Aktivitäten verliert.
  • Veränderte Schleimhäute: Blasse oder gelbliche Schleimhäute können auf Anämie oder Leberprobleme hindeuten.
  • Appetitverlust: Ein Blutbild kann eine mögliche Ursache für mangelnden Appetit aufdecken.
  • Gewichtsverlust: Ohne erkennbaren Grund kann Gewichtsverlust auf eine Erkrankung hinweisen.
  • Durst und vermehrtes Urinieren: Diese Symptome können auf Nierenprobleme oder Diabetes hindeuten.


Die wichtigsten Werte des Geriatrischen Profils

  1. Nierenwerte (Kreatinin, Harnstoff)
    Nierenerkrankungen sind bei älteren Tieren häufig und frühzeitig behandelbar. Hohe Kreatinin- und Harnstoffwerte deuten auf eingeschränkte Nierenfunktion hin und können durch eine angepasste Ernährung oder Medikamente verbessert werden.
  2. Leberwerte (ALT, ALP)
    Altersbedingte Lebererkrankungen sind oft durch hohe ALT- und ALP-Werte erkennbar. Lebererkrankungen können mit Medikamenten, Diäten oder ergänzenden Präparaten unterstützend behandelt werden.
  3. Blutzucker (Glukose)
    Hohe Blutzuckerwerte können auf Diabetes hinweisen, der bei älteren Haustieren häufiger vorkommt und gut behandelbar ist. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um schwerwiegende Folgeerkrankungen zu vermeiden.
  4. Erythrozyten und Hämoglobin
    Ein niedriger Erythrozyten- oder Hämoglobinwert kann auf eine Anämie hindeuten, häufig durch ernährungsbedingte Mangelerscheinungen oder chronische Erkrankungen verursacht. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel über Anämie bei Haustieren.
  5. Weiße Blutkörperchen (Leukozyten)
    Ein veränderter Leukozytenwert kann auf Entzündungen oder Infektionen hinweisen. Auch Erkrankungen wie Leukämie sind im höheren Alter möglich und bedürfen einer schnellen Behandlung.


Diagnostik: Wann und wie oft sollte ein „Geriatrisches Profil“ erstellt werden?

Bei Haustieren ab etwa sieben Jahren wird empfohlen, jährlich ein geriatrisches Blutbild zu erstellen. Dies hilft, typische Alterskrankheiten frühzeitig zu erkennen.

Der genaue Zeitpunkt und die Häufigkeit hängen jedoch von der individuellen Gesundheit und den Lebensbedingungen des Tieres ab.

Behandlung und Vorbeugung – Wie helfen die Ergebnisse des Geriatrischen Profils?

  • Frühzeitige Behandlungsplanung: Werden im geriatrischen Profil Auffälligkeiten entdeckt, kann direkt eine passende Behandlung beginnen, die z. B. aus Medikamenten, Futteranpassungen oder Nahrungsergänzungen besteht.
  • Langfristige Überwachung: Viele Werte können regelmäßig kontrolliert und dokumentiert werden, um die Gesundheit des Tieres langfristig zu sichern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Prognose: Einfluss eines Geriatrischen Profils auf die Lebensqualität

Das Geriatrische Profil ist eine wichtige Vorsorgeuntersuchung, die wesentlich dazu beiträgt, Alterskrankheiten rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Regelmäßige Tests können die Lebensqualität und -erwartung älterer Hunde und Katzen deutlich verbessern und sie auch im Alter vital und fit halten.


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