G – GLUMERULONEPHRITIS

Glomerulonephritis bei Hunden und Katzen – Wie erkenne ich diese Erkrankung?

Definition: „Was ist die Glomerulonephritis bei Hund und Katze?“

Die Glomerulonephritis ist eine entzündliche Erkrankung der Glomeruli, der Filtereinheiten in den Nieren.

Diese Entzündung kann zu einer verminderten Filterfunktion der Nieren führen, was schwere gesundheitliche Probleme verursacht.

Ursachen: Warum entsteht eine Glomerulonephritis bei Haustieren?

Die Ursachen für Glomerulonephritis sind vielfältig und können in zwei Hauptkategorien unterteilt werden:

Primäre Ursachen:

  • Autoimmunreaktionen, bei denen der Körper die eigenen Nierenstrukturen angreift.

Sekundäre Ursachen:

  • Infektionen wie Borreliose, Leptospirose oder Ehrlichiose.
  • Parasitäre Erkrankungen.
  • Chronische Entzündungen, wie sie bei Hautproblemen oder Zahnfleischerkrankungen vorkommen können.
  • Tumorerkrankungen.

Symptome: Welche Anzeichen deuten auf eine Glomerulonephritis hin?

Haustiere zeigen unspezifische Symptome, die oft auch bei anderen Erkrankungen auftreten können:

  • In einigen Fällen blutiger oder trüber Urin.
  • Stark vermehrter Durst und häufiges Urinieren (Polydipsie und Polyurie).
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.
  • Schwäche und Trägheit.
  • Flüssigkeitsansammlungen (z. B. geschwollene Pfoten oder ein aufgeblähter Bauch).

Diagnostik: Wie wird Glomerulonephritis festgestellt?

Um die Krankheit zu diagnostizieren, sind verschiedene Tests notwendig:

  • Biopsie: Entnahme einer Gewebeprobe zur genauen Diagnosestellung.
  • Urinuntersuchung: Nachweis von Protein im Urin, ein typisches Zeichen für eine Nierenerkrankung.
  • Bluttests: Überprüfung der Nierenwerte wie Kreatinin und Harnstoff.
  • Bildgebende Verfahren: Ultraschall, um die Struktur der Nieren zu beurteilen.

Behandlung: Welche Therapieoptionen gibt es bei einer Glomerulonephritis?

Die Behandlung hängt von der Ursache und dem Stadium der Erkrankung ab:

  • Medikamentöse Therapie: Einsatz von immunsuppressiven Medikamenten wie Kortikosteroiden.
  • Diätetische Anpassungen: Spezielle Nierendiäten, um die Belastung der Nieren zu reduzieren.
  • Behandlung zugrunde liegender Erkrankungen: Beispielsweise Antibiotika bei Infektionen.
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen: Überwachung der Nierenwerte, um den Fortschritt der Erkrankung zu beurteilen.

Prognose: Wie stehen die Heilungschancen?

Die Prognose hängt von der Ursache und der Schwere der Glomerulonephritis ab.

Frühe Diagnose und konsequente Behandlung können die Lebensqualität erheblich verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.

Eine regelmäßige Kontrolle durch den Tierarzt und ein gut abgestimmter Behandlungsplan sind entscheidend.


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