H – HYPERTHYREOSE

Hyperthyreose beim Haustier – Wie erkenne ich eine Schilddrüsenüberfunktion bei meiner Katze oder meinem Hund?

Was ist eine Hyperthyreose bei Haustieren? – Wie lautet die Definition?

Die Hyperthyreose ist eine hormonelle Erkrankung, bei der die Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone produziert.

Sie tritt besonders häufig bei älteren Katzen auf, bei Hunden ist sie sehr selten.

Die übermäßige Hormonproduktion beeinflusst den Stoffwechsel stark und kann zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen führen, wenn sie unbehandelt bleibt.


Was verursacht eine Schilddrüsenüberfunktion bei Hund und Katze? – Mögliche Ursachen

Bei Katzen ist die häufigste Ursache ein gutartiger Schilddrüsentumor (Adenom), der das Organ zur Überproduktion anregt. In sehr seltenen Fällen kann es sich um einen bösartigen Tumor handeln. Umweltfaktoren und genetische Veranlagung könnten ebenfalls eine Rolle spielen.

Bei Hunden entsteht eine Hyperthyreose meist als Nebenwirkung einer Überdosierung von Schilddrüsenhormonen in der Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion oder durch Schilddrüsentumoren.


Welche Symptome zeigt mein Haustier bei einer Hyperthyreose? – Darauf sollten Sie achten

Typische Anzeichen bei Katzen sind:

  • Gewichtsverlust trotz guten Appetits
  • Rastlosigkeit, Nervosität
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Vermehrtes Trinken und Urinieren
  • Erbrechen oder Durchfall
    Bei Hunden zeigen sich ähnliche Symptome, jedoch tritt die Erkrankung sehr selten auf.

🧠 Querverweis: Lesen Sie auch unseren Artikel über Erbrechen bei Hund und Katze – Wann ist es ein Notfall?


Diagnostik: Wie wird eine Schilddrüsenüberfunktion bei Haustieren festgestellt?

Die Diagnose erfolgt durch eine gründliche klinische Untersuchung und eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des Schilddrüsenhormons T4.

Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Szintigrafie können helfen, Tumoren darzustellen. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend für den Therapieerfolg.


Behandlung: Wie kann man Hyperthyreose beim Haustier behandeln?

Es stehen mehrere Therapieoptionen zur Verfügung:

  1. Medikamentöse Therapie (z. B. Methimazol)
  2. Chirurgische Entfernung der betroffenen Schilddrüse
  3. Radiojodtherapie, besonders effektiv bei Katzen
  4. Diätetische Behandlung mit jodreduziertem Futter (nur unter tierärztlicher Anleitung!)

Die Wahl der Therapie hängt vom Alter, Gesundheitszustand und der Lebenssituation des Tieres ab.


Wie ist die Prognose bei Hyperthyreose? – Was erwartet mich und mein Tier?

Bei frühzeitiger Diagnose und passender Behandlung ist die Prognose gut.

Katzen sprechen meist sehr gut auf Medikamente oder Radiojodtherapie an.

Unbehandelt kann die Erkrankung jedoch zu schweren Herzproblemen, Bluthochdruck und Organversagen führen. Hyperthyreose ist eine häufige, aber gut behandelbare Erkrankung bei älteren Katzen. Achten Sie auf frühe Warnsignale und lassen Sie Ihr Tier regelmäßig untersuchen – besonders ab dem 7. Lebensjahr.

💡 Tipp: In unserem Beitrag zur Kardiologie bei Haustieren erfahren Sie mehr über Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck und Herzerkrankungen.


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