Lebererkrankungen bei Hund und Katze – Symptome, Ursachen und Behandlung
1. Was ist eine hepatische Enzephalopathie? – Definition

Die hepatische Enzephalopathie ist eine neurologische Funktionsstörung, die entsteht, wenn eine erkrankte Leber Giftstoffe nicht mehr ausreichend abbauen kann.
Diese Stoffe gelangen ins Gehirn und verursachen Verhaltens- und Bewegungsstörungen.
2. Was verursacht eine hepatische Enzephalopathie beim Haustier? -Ursachen
Die Erkrankung entsteht meist als Folge einer fortgeschrittenen Hepatitis, eines portosystemischen Shunts, einer Leberfibrose oder Vergiftungen.
Kernpunkte
- Lebererkrankungen
- Leberversagen
- Schwere Hepatitis
- Leberzirrhose
- Portosystemischer Shunt
- Toxine (z. B. Ammoniak)
3. Symptome – Woran merke ich die hepatische Enzephalopathie?
Betroffene Tiere zeigen neurologische Auffälligkeiten wie Desorientierung, Zittern, Stupor, Krampfanfälle oder stark auffälliges Verhalten. Viele wirken, als würden sie „neben sich stehen“.
Kernpunkte
- Bewusstseinsstörungen
- Unruhe oder Apathie
- Kopfdrücken
- Taumeln, unsicherer Gang
- Zittern, Krampfanfälle
4. Diagnostik – Wie wird diese Erkrankung diagnostiziert?
Zur Diagnose werden Leberwerte, Ammoniakspiegel, Ultraschall und ggf. CT/MRT eingesetzt. Eine gründliche Diagnostik ist zwingend notwendig, da die Erkrankung ein lebensbedrohlicher Notfall ist.
Kernpunkte
- Ausschluss anderer Ursachen
- Blutwerte & Ammoniak
- Ultraschall der Leber
- Bildgebung
- Neurologische Untersuchung
5. Behandlung: Wie wird eine kranke Leber beim Haustier behandelt?
Die Therapie zielt darauf ab, die Giftstoffbelastung zu senken, die Leber zu entlasten und neurologische Symptome zu kontrollieren. Dazu gehören Diäten, Medikamente, Infusionen und ggf. chirurgische Eingriffe bei Shunts.
Kernpunkte
- Infusionen
- Ammoniakreduzierende Medikamente
- Leberdiät
- Stabilisierung des Stoffwechsels
- Operative Behandlung (bei Shunt)
6. Prognose
Die Prognose hängt stark von der Grunderkrankung und der Schnelligkeit der Behandlung ab. Bei frühzeitigem Eingreifen kann eine deutliche Verbesserung erzielt werden, unbehandelt besteht jedoch Lebensgefahr.
Kernpunkte
- Akute Fälle können kritisch sein
- Bessere Prognose bei Behandlung der Ursache
- Chronische Fälle benötigen lebenslange Betreuung

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