K – KARDIOMYOPATHIE

Kardiomyopathie bei Hund und Katze: Definition, Ursachen, Symptome, Behandlung und Prognose

Definition „Kardiomyopathie“

Kardiomyopathie ist eine Erkrankung des Herzmuskels, die sowohl bei Hunden als auch bei Katzen auftreten kann.

Diese Krankheit beeinträchtigt die Fähigkeit des Herzens, Blut effektiv durch den Organismus zu pumpen, was zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgeproblemen führen kann.

Ursachen der Kardiomyopathie

  1. Genetische Veranlagung: Einige Hunderassen wie Dobermänner und Boxer sowie Katzenrassen wie Maine Coon und Perser haben eine höhere Anfälligkeit für Kardiomyopathie.
  2. Ernährungsdefizite: Ein Mangel an Taurin, einer essentiellen Aminosäure, kann bei Katzen zur Entwicklung von Kardiomyopathie führen.
  3. Infektionen: Virale oder bakterielle Infektionen können das Herzmuskelgewebe schädigen und eine Kardiomyopathie fördern und verursachen.
  4. Metabolische Störungen: Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und andere Stoffwechselerkrankungen können das Herz belasten. (metabolisch = stoffwechselbedingt)
  5. Toxine: Bestimmte Toxine (Gifte) und Medikamente können das Herzmuskelgewebe direkt schädigen.

Symptome der Kardiomyopathie

  • Atemnot: Betroffene Hunde und Katzen haben oft Schwierigkeiten beim Atmen und können husten.
  • Lethargie: Eine verminderte Aktivität und Müdigkeit sind häufige Anzeichen.
  • Gewichtsverlust: Trotz normaler oder erhöhter Nahrungsaufnahme können Haustiere an Gewicht verlieren.
  • Schwellungen: Flüssigkeitsansammlungen im Bauch (Aszites) oder in den Gliedmaßen können auftreten.
  • Schwäche und Zusammenbrüche: In schweren, nicht erkannten Fällen kann das erkrankte Tier kollabieren oder plötzlich sterben.

Diagnostik der Kardiomyopathie

  • Klinische Untersuchung: Der Tierarzt führt eine gründliche Anamnese und Untersuchung durch und achtet auf Herzgeräusche und unregelmäßigen Herzschlag.
  • Röntgenaufnahmen: Diese helfen, eine Vergrößerung des Herzens oder Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge zu erkennen.
  • Ultraschall (Echokardiographie): Diese bildgebende Methode zeigt detailliert die Struktur und Funktion des Herzens.
  • Elektrokardiogramm (EKG): Es misst die elektrische Aktivität des Herzens und hilft, Arrhythmien (Unregelmäßigkeiten des Herzschlages) zu erkennen.
  • Blutuntersuchungen: Diese können Aufschluss über den allgemeinen Gesundheitszustand und mögliche zugrunde liegende Ursachen geben.

Behandlung der Kardiomyopathie

  • Medikamentöse Therapie: Herzmedikamente wie ACE-Hemmer, Beta-Blocker und Diuretika (Entwässerung) können die Symptome lindern und die Herzfunktion verbessern.
  • Ernährungsanpassungen: Eine taurinhaltige Diät ist besonders für Katzen wichtig. Ergänzungen und spezielle Diätfuttermittel können helfen.
  • Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen: Engmaschige Kontrollen sind notwendig, um den Fortschritt der Erkrankung zu überwachen und die Therapie anzupassen.
  • Bewegung und Stressreduktion: Moderate Bewegung und ein stressfreies Umfeld tragen zur Stabilisierung des Zustands des Hundes oder der Katze bei.

Prognose bei Kardiomyopathie

Die Prognose hängt stark von der Art und dem Schweregrad der Kardiomyopathie sowie dem Ansprechen auf die Behandlung und anschließende Therapie ab. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind entscheidend für das Management dieser chronischen Krankheit.

Mit frühzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung können viele Haustiere eine gute Lebensqualität aufrechterhalten.

Allerdings ist Kardiomyopathie eine progressive Erkrankung, und die Langzeitprognose kann variieren.