K – KASTRATION

Kastration bei Hund und Katze – Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Soll ich meinen Hund oder meine Katze kastrieren lassen?

Die Kastration ist ein operativer Eingriff, bei dem die Keimdrüsen (Hoden bzw. Eierstöcke) entfernt werden, um die Fortpflanzung dauerhaft zu verhindern.

Dieser Eingriff wird bei Hunden und Katzen frühestens mit sechs Monaten durchgeführt. Je nach Rasse und allgemeinem Verhalten, Zeitpunkt der ersten Läufigkeit bei Hündinnen, kann auch später eingegriffen werden.

Neben der Verhinderung ungewollter Nachkommen bringt die Kastration gesundheitliche Vorteile, wie ein verringertes Risiko für bestimmte Krebsarten und hormonbedingte Verhaltensprobleme.

ACHTUNG BEI KANINCHEN:

Bei Kaninchen ist eine Kastration bereits nach drei Monaten möglich. Besonders darauf zu achten ist, dass der Kaninchen-Bock noch drei Wochen nach dem Eingriff zeugungsfähig ist.


Warum wird eine Kastration durchgeführt?

  • Vermeidung ungewollter Trächtigkeiten – Besonders wichtig für Freigängerkatzen und Mehrhundehaushalte.
  • Reduzierung hormonell bedingter Verhaltensprobleme – Dazu gehören Markierverhalten, Aggressionen und unkontrolliertes Paarungsverhalten.
  • Vorsorge gegen Erkrankungen – Kastrierte Tiere haben ein geringeres Risiko für Gebärmutterentzündungen, Hodenkrebs oder Gesäugetumore.

Mehr über hormonelle Erkrankungen erfahren Sie in unserem Artikel zu Endokrinologie bei Haustieren.


Symptome & Verhalten vor und nach der Kastration

Vor der Kastration zeigen viele Tiere hormonbedingte Verhaltensweisen, z. B.:
✔ Ständiges Markieren mit Urin
✔ Unruhe oder Aggressivität während der Läufigkeit/Ranzigkeit
✔ Starkes Interesse an Artgenossen des anderen Geschlechts

Nach der Kastration verschwinden möglicherweise viele dieser Verhaltensweisen oder werden abgeschwächt. Allerdings kann es bei manchen Tieren zu Gewichtszunahme kommen, weshalb eine angepasste Ernährung wichtig ist.


Diagnostik & Ablauf der Kastration

  1. Voruntersuchung: Der Tierarzt prüft, ob das Tier gesund für den Eingriff ist.
  2. Operation: Die Kastration erfolgt unter Vollnarkose. Beim Männchen werden die Hoden entfernt, beim Weibchen die Eierstöcke (und manchmal die Gebärmutter).
  3. Nachsorge: Das Tier benötigt einige Tage zur Erholung. Schmerzmittel und eine Halskrause verhindern Komplikationen.

Mehr zur Bedeutung der Nachsorge finden Sie in unserem Artikel zu Nach der Narkose – Darauf sollte der Tierbesitzer achten.


Behandlung & Prognose nach der Kastration

Schnelle Heilung: Nach 10–14 Tagen ist die Wunde verheilt. Nach diesem Zeitraum werden dann auch die Fäden vom Tierarzt gezogen.

Geringeres Krankheitsrisiko: Besonders für Krebsarten und Gebärmutterinfektionen.

Erhöhtes Risiko für Übergewicht: Eine angepasste Ernährung und Bewegung sind wichtig.

Lesen Sie auch unseren Artikel zu „Jodmangel und seine Auswirkungen auf den Stoffwechsel“, da eine Hormonumstellung nach der Kastration Einfluss auf den Stoffwechsel haben kann.


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