Flotationsverfahren als Kotuntersuchung – Was ist das und wie hilft es bei der Diagnose?
„Was ist das Flotationsverfahren und wie hilft es bei der Diagnose von parasitären Erkrankungen bei Haustieren?“
Das Flotationsverfahren ist eine häufig eingesetzte Methode zur Untersuchung von Stuhlproben auf Parasiten bei Haustieren. Insbesondere bei Verdacht auf Wurmbefall oder anderen Darmparasiten hilft dieses Verfahren, Eier und Zysten sichtbar zu machen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. In diesem Blogartikel erklären wir, wie das Flotationsverfahren funktioniert, welche Parasiten es aufdeckt und wie es zur Diagnose von Gesundheitsproblemen bei Hunden und Katzen eingesetzt wird.
Definition: Was ist das Flotationsverfahren?

Das Flotationsverfahren ist eine diagnostische Methode, die in der Veterinärmedizin verwendet wird, um Eier von Darmparasiten im Kot von Haustieren nachzuweisen.
Bei diesem Verfahren wird die Stuhlprobe in eine spezielle Lösung gegeben, die es den Eiern der Parasiten ermöglicht, an die Oberfläche zu steigen.
So können die Parasiten unter dem Mikroskop sichtbar gemacht und identifiziert werden.
Ursachen: Warum wird das Flotationsverfahren bei Haustieren durchgeführt?
Das Flotationsverfahren wird häufig durchgeführt, wenn bei einem Haustier Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Gewichtsverlust oder Abgeschlagenheit festgestellt werden, die auf einen möglichen Parasitenbefall hindeuten. Es ist besonders hilfreich bei der Diagnose von:
- Würmern: Zu den häufigsten Wurmarten bei Haustieren gehören Spulwürmer, Hakenwürmer, Bandwürmer und Peitschenwürmer.
- Protozoen: Kleine Parasiten wie Giardien, die Magen-Darm-Probleme verursachen können.
- Andere parasitäre Infektionen: Auch Zysten und Eier von anderen Darmparasiten lassen sich so nachweisen.
Symptome: Wie erkenne ich, dass eine Kotuntersuchung notwendig ist?
Eine Kotuntersuchung wird empfohlen, wenn eines der folgenden Symptome bei Ihrem Haustier auftritt:
- Durchfall oder veränderter Kot (z. B. blutig oder schleimig).
- Häufiges Erbrechen.
- Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust.
- Blähungen oder Magenkrämpfe.
- Juckreiz und Hautausschläge (insbesondere bei Parasiten).
- Lethargie oder ungewöhnliche Müdigkeit.
Falls eines dieser Symptome länger als ein paar Tage anhält, ist es ratsam, eine Kotuntersuchung durchführen zu lassen.
Diagnostik: Wie funktioniert das Flotationsverfahren?
- Stuhlprobe entnehmen: Der Tierarzt benötigt eine frische Stuhlprobe Ihres Haustieres.
- Vorbereitung der Lösung: Die Stuhlprobe wird in eine spezielle Lösung gegeben, die schwerer als Wasser ist und es den Parasiten-Eiern ermöglicht, nach oben zu steigen.
- Mikroskopische Untersuchung: Nachdem die Probe vorbereitet ist, wird sie unter dem Mikroskop untersucht. Die Parasiten-Eier, die an die Oberfläche aufgestiegen sind, können nun sichtbar gemacht werden.
- Ergebnisse: Die Ergebnisse können auf das Vorhandensein von Würmern, Protozoen oder anderen Darmparasiten hinweisen.
Behandlung und Prognose nach dem Flotationsverfahren
Wenn das Flotationsverfahren parasitäre Infektionen nachweist, wird der Tierarzt eine geeignete Behandlung empfehlen:
- Antiparasitäre Medikamente: Entsprechend der Art des gefundenen Parasiten werden Medikamente verschrieben, um den Befall zu beseitigen.
- Diät und Unterstützung: In einigen Fällen können auch spezielle Diäten und unterstützende Pflege erforderlich sein, um den Verdauungstrakt zu beruhigen.
Die Prognose nach der Behandlung von parasitären Infektionen ist in der Regel sehr gut, besonders wenn die Infektion frühzeitig erkannt wird.

Fazit zur Kotuntersuchung bei Haustieren
Eine Kotuntersuchung ist ein wichtiges Werkzeug, um die Gesundheit Ihres Haustiers zu überwachen und frühzeitig mögliche Erkrankungen zu erkennen. Wenn Ihr Tier Symptome wie Durchfall, Erbrechen oder Abgeschlagenheit zeigt, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, um eine Kotuntersuchung durchzuführen und die Ursache herauszufinden.
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