L – LYMPHADENOPATHIE

Was ist Lymphadenopathie bei Hund und Katze? 

Definition: „Was bedeuten geschwollene Lymphknoten bei meinem Tier?“

Unter Lymphadenopathie versteht man eine krankhafte Veränderung der Lymphknoten.

Meist zeigt sie sich durch eine Vergrößerung (Lymphknotenschwellung), kann aber auch Veränderungen in Konsistenz, Schmerzhaftigkeit oder Funktion umfassen.

Lymphknoten sind Teil des Immunsystems und reagieren auf Infektionen, Entzündungen oder Tumorerkrankungen.


Ursachen: Was sind die Ursachen einer Lymphadenopathie?

Lymphadenopathie kann verschiedene Auslöser haben:

  • Infektionen (bakteriell, viral, parasitär oder mykotisch)
  • Autoimmunerkrankungen
  • Neoplastische Prozesse wie Lymphome oder Metastasen
  • Reaktive Veränderungen im Rahmen systemischer Erkrankungen
  • Ein geschwollener Lymphknoten ist somit kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern immer ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Erkrankung.

In unserem Artikel über Autoimmunerkrankungen bei Haustieren gehen wir auf eine wichtige mögliche Ursache näher ein.


Symptome: Woran erkenne ich geschwollene Lymphknoten?

Deutliche Anzeichen für geschwollene Lymphknoten:

  • Tastbare Schwellungen an typischen Lymphknotenstellen (z. B. unter dem Kiefer, in der Achsel, Leiste oder Kniekehle)
  • Schmerzen oder Empfindlichkeit beim Berühren
  • In manchen Fällen FieberAppetitlosigkeit oder Abgeschlagenheit
  • Je nach Lokalisation: AtembeschwerdenSchluckprobleme oder Lahmheiten

Die Schwellung kann langsam oder plötzlich auftreten – daher ist eine frühzeitige Abklärung wichtig.


Diagnostik: Wie wird Lymphadenopathie diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten:

  • Klinische Untersuchung aller tastbaren Lymphknoten
  • Blutuntersuchungen, um Entzündungswerte oder Hinweise auf systemische Erkrankungen zu erkennen
  • Feinnadelaspiration oder Biopsie zur zytologischen oder histologischen Abklärung
  • Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen, um eine systemische Ausbreitung zu beurteilen

Der Schlüssel zur richtigen Behandlung liegt in der Identifikation der zugrunde liegenden Ursache.


Behandlung: Was hilft gegen geschwollene Lymphknoten?

Die Therapie richtet sich nach der Diagnose:

  • Bei Infektionen: Einsatz von AntibiotikaAntiparasitika oder antiviralen Medikamenten
  • Bei AutoimmunerkrankungenImmunsuppressiva wie Kortison
  • Bei TumorenChemotherapieOperation oder palliative Maßnahmen
    Begleitend kann eine symptomatische Behandlung mit Schmerzmitteln oder Entzündungshemmern notwendig sein.

Prognose:

Die Prognose ist stark abhängig von der Ursache.

  • Bei infektiösen Auslösern ist sie in der Regel gut bis sehr gut.
  • Autoimmunerkrankungen erfordern oft eine langfristige Therapie, können aber kontrolliert werden.
  • Im Fall von Lymphomen oder metastasierenden Tumoren ist die Prognose vorsichtiger, je nach Therapieansprechen.

Früherkennung verbessert in jedem Fall die Erfolgschancen!


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