Neurologische Erkrankungen bei Hund und Katze – Wie erkenne ich sie rechtzeitig?
Neurologische Erkrankungen bei Haustieren sind komplex, aber keineswegs selten. Die Neurologie befasst sich mit dem zentralen und peripheren Nervensystem – also Gehirn, Rückenmark und Nerven.
Als verantwortungsbewusste Halter:innen fragen Sie sich vielleicht: „Was sind neurologische Störungen bei Hund oder Katze?“ Oder: „Wie erkenne ich neurologische Symptome bei meinem Tier?“
In diesem Beitrag geben wir einen strukturierten Überblick über Ursachen, Anzeichen und Behandlungsmöglichkeiten – leicht verständlich und medizinisch fundiert.
Definition: „Was bedeutet Neurologie beim Haustier?“

Die Neurologie in der Tiermedizin bezieht sich auf Erkrankungen des Nervensystems. Dazu gehören Störungen im Gehirn, Rückenmark oder in den peripheren Nerven.
Diese können angeboren, erworben oder degenerativ sein. Neurologische Probleme zeigen sich je nach betroffener Region auf sehr unterschiedliche Weise.
Ursachen: Was verursacht neurologische Erkrankungen bei Hund und Katze?
Mögliche Ursachen sind vielfältig: Entzündungen (z. B. Meningitis), Infektionen (z. B. durch Viren oder Parasiten), Traumata (z. B. nach Autounfällen), Tumore, angeborene Fehlbildungen oder degenerative Erkrankungen.
Auch Stoffwechselstörungen wie bei Leber- oder Nierenerkrankungen können neurologische Symptome auslösen – siehe dazu auch unseren Artikel zur chronischen Niereninsuffizienz (CNI).
Symptome: Welche Symptome deuten auf eine neurologische Erkrankung hin?
Die Symptome neurologischer Erkrankungen reichen von Koordinationsstörungen, Zittern, Krampfanfällen und Lähmungen bis hin zu auffälligem Verhalten wie Orientierungslosigkeit oder plötzlicher Aggression.
Bei Katzen ist oft ein Kopfschiefhalten oder ein unkontrollierter Blick auffällig. Auch Inkontinenz oder Störungen beim Fressen können Hinweise sein.
Diagnostik: Wie wird eine neurologische Erkrankung bei Hund und Katze festgestellt?
Die neurologische Untersuchung umfasst eine gründliche Anamnese, eine klinisch-neurologische Befundaufnahme sowie weiterführende Diagnostik wie Blutuntersuchungen, bildgebende Verfahren (z. B. MRT, CT) oder Liquoranalysen.
In Zusammenarbeit mit spezialisierten Tierneurolog:innen kann eine genaue Diagnose gestellt werden.
Behandlung: Wie lassen sich neurologische Störungen behandeln?
Behandlung:
Die Behandlung hängt stark von der Ursache ab. Infektionen werden mit Antibiotika oder Antiparasitika behandelt, während Krampfanfälle medikamentös mit Antikonvulsiva therapiert werden.
Bei Bandscheibenvorfällen oder Tumoren kann ein chirurgischer Eingriff nötig sein. Im Anschluss unterstützen Reha-Maßnahmen und Physiotherapie die Heilung.
Prognose: Wie ist die Prognose bei neurologischen Erkrankungen?
Die Prognose ist abhängig von der Ursache, dem Alter des Tieres und dem Fortschreiten der Erkrankung.
Manche neurologischen Erkrankungen können erfolgreich behandelt oder stabilisiert werden, andere sind chronisch oder leider nicht heilbar.

Früherkennung verbessert die Chancen erheblich.
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