Ophthalmologie bei Hund und Katze – Was tun bei Augenproblemen?
Augenerkrankungen bei Haustieren sind nicht nur unangenehm, sondern können im schlimmsten Fall zur Erblindung führen.
Die tiermedizinische Ophthalmologie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Augen und ihrer Anhänge. Doch wann ist ein tränendes oder gerötetes Auge harmlos – und wann ein Fall für den Tierarzt? Viele Tierbesitzer:innen stellen sich die Frage: „Mein Hund hat Augenprobleme – was kann das sein?“ oder „Was tun, wenn meine Katze plötzlich nichts mehr sieht?“
In diesem Beitrag beantworten wir genau diese Fragen.
Definition: „Was versteht man unter Ophthalmologie beim Haustier?“

Ophthalmologie ist der Fachbereich der Tiermedizin, der sich mit dem Auge, der Sehfähigkeit und angrenzenden Strukturen befasst.
Dazu gehören unter anderem Lider, Bindehaut, Hornhaut, Linse, Netzhaut und Sehnerv.
Ziel der ophthalmologischen Untersuchung ist es, Sehprobleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln – bevor bleibende Schäden entstehen.
Ursachen: Was sind häufige Ursachen für Augenerkrankungen bei Hund & Katze?
Die Ursachen für Augenprobleme bei Haustieren sind vielfältig: Verletzungen (z. B. durch Äste oder Krallen), Infektionen (z. B. virale Konjunktivitis), genetische Prädispositionen (wie bei Kurznasenrassen), Autoimmunprozesse oder altersbedingte Erkrankungen wie der Graue Star.
Auch systemische Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck können das Auge beeinträchtigen.
Symptome: Welche Symptome deuten auf eine Augenerkrankung beim Tier hin?
Symptome sind z. B. gerötete Augen, Tränenfluss, vermehrtes Blinzeln, Lichtscheue, Schwellungen oder eitriger Ausfluss. Auch Veränderungen der Pupillengröße oder eine getrübte Linse können auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen. Tiere mit Sehstörungen stoßen oft gegen Möbel oder wirken verunsichert.
Diagnostik: Wie wird die Diagnose in der Ophthalmologie gestellt?
Zur Diagnostik gehören die Untersuchung mit einer Spaltlampe, ein Sehtest, der Schirmer-Tränentest, die Fluoreszein-Färbung zur Kontrolle von Hornhautverletzungen und ggf. ein Augeninnendruck-Messung (Tonometrie).
In manchen Fällen sind auch Ultraschall oder eine bildgebende Diagnostik notwendig.
Behandlung: Wie behandelt man Augenprobleme bei Haustieren?
Je nach Ursache kommen antibiotische oder entzündungshemmende Augentropfen zum Einsatz. Bei chronischen oder strukturellen Problemen wie dem „Cherry Eye“ oder einem Glaukom kann ein operativer Eingriff nötig sein.
Die regelmäßige Kontrolle durch eine/n Augentierärzt:in ist bei chronischen Fällen essenziell.
Prognose: Wie ist die Prognose bei Augenerkrankungen?
Wird eine Augenerkrankung früh erkannt und korrekt behandelt, ist die Prognose in vielen Fällen gut bis sehr gut.
Bei fortgeschrittener oder nicht behandelbarer Erkrankung kann eine dauerhafte Einschränkung der Sehkraft oder gar Erblindung drohen.

Präventive Augenuntersuchungen – besonders bei Risikorassen – sind empfehlenswert.
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