OSTEOSARKOM bei Haustieren: Definition, Ursachen, Symptome, Diagnostik, Behandlung und Prognose
Definiton „Osteosarkom“

Das „Osteosarkom“ ist eine bösartige Form von Knochenkrebs, die häufig bei Hunden und seltener bei Katzen auftritt.
Dieser aggressive Tumor entwickelt sich in den Knochen und kann schnell wachsen und metastasieren (streuen).
Ursachen eines Osteosarkoms
Die genauen Ursachen von Osteosarkomen bei Haustieren sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch einige Faktoren, die das Risiko erhöhen können:
- Genetische Prädisposition: Bestimmte Hunderassen wie Rottweiler, Deutsche Doggen und Labrador Retriever haben ein höheres Risiko.
- Alter: Osteosarkome treten häufiger bei älteren Tieren auf.
- Knochenverletzungen: Vorherige Knochenverletzungen oder -brüche können das Risiko erhöhen.
- Strahlenexposition: Hunde und Katzen, die einer Strahlentherapie unterzogen wurden, haben ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Osteosarkomen.
Symptome eines Osteosarkoms
Osteosarkome verursachen eine Reihe von Symptomen, die oft mit anderen orthopädischen Erkrankungen verwechselt werden können:
- Lahmheit: Plötzliche oder fortschreitende Lahmheit ist ein häufiges Symptom.
- Schwellungen: Sichtbare Schwellungen an den betroffenen Knochen.
- Schmerzen: Das Tier zeigt Anzeichen von Schmerzen, insbesondere bei Berührung der betroffenen Stelle.
- Müdigkeit: Verminderte Aktivität und allgemeine Lethargie.
- Appetitverlust: Reduzierte Nahrungsaufnahme aufgrund von Unwohlsein oder Schmerzen.
Diagnostik eines Osteosarkoms
Die Diagnose eines Osteosarkoms erfordert eine gründliche Untersuchung durch einen Tierarzt:
- Klinische Untersuchung: Physische Untersuchung zur Beurteilung von Schwellungen und Lahmheit.
- Bildgebende Verfahren: Röntgenaufnahmen, CT-Scans oder MRTs zur Identifizierung von Tumoren und zur Beurteilung des Ausmaßes.
- Biopsie: Entnahme einer Gewebeprobe zur histopathologischen Untersuchung, um die Diagnose zu bestätigen.
- Bluttests: Zur Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustands und zur Überprüfung auf Metastasen.
Behandlung eines Osteosarkoms
Die Behandlung von Osteosarkomen ist komplex und erfordert oft eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen:
- Chirurgie: Entfernung des betroffenen Knochens, oft durch Amputation des betroffenen Gliedmaßes.
- Chemotherapie: Zur Bekämpfung von Metastasen und zur Verlangsamung des Tumorwachstums.
- Strahlentherapie: Zur Schmerzlinderung und zur Verkleinerung des Tumors.
- Schmerzmanagement: Einsatz von Schmerzmitteln zur Verbesserung der Lebensqualität des Tieres.
- Palliativpflege: Unterstützung zur Linderung der Symptome und Verbesserung des Wohlbefindens in fortgeschrittenen Stadien.
Prognose eines Osteosarkoms
Die Prognose bei Osteosarkomen hängt stark vom Stadium der Erkrankung, dem allgemeinen Gesundheitszustand des Tieres und der gewählten Behandlung ab.
Mit einer aggressiven Behandlung, die Chirurgie und Chemotherapie kombiniert, kann die Lebensqualität erheblich verbessert und die Überlebenszeit verlängert werden.
Da das Osteosarkom schnell wächst und metastasiert, ist die Prognose ohne Behandlung ist die Prognose in der Regel schlecht.


