P – PARODONTITIS

Parodontitis beim Haustier – Wie erkenne ich eine Zahnerkrankung bei Hund oder Katze?

„Warum riecht mein Hund aus dem Maul?“ oder „Was tun bei Zahnfleischentzündung bei der Katze?“

Parodontitis ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Maulbereich von Hunden und Katzen – und leider auch eine der meist unterschätzten. Oft beginnt es schleichend mit Maulgeruch, endet aber unbehandelt in Zahnverlust, Schmerzen und Folgeschäden an Herz oder Niere. Erfahre in diesem Beitrag, wie du Parodontitis frühzeitig erkennst, effektiv behandelst und deinem Tier langfristig zu besserer Zahngesundheit verhilfst.

Definition: „Was ist Parodontitis beim Haustier?“

Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie entsteht, wenn bakterieller Zahnbelag (Plaque) nicht rechtzeitig entfernt wird, sich in Zahnstein umwandelt und das Zahnfleisch angreift.

Anders als eine reine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) betrifft Parodontitis auch die tieferliegenden Strukturen – bis hin zum Kieferknochen.


Ursachen: Wie entsteht Parodontitis bei Hund und Katze?

Die Hauptursache ist eine schlechte Zahnhygiene, oft verbunden mit Trockenfutterernährung, genetischer Veranlagung oder einer bereits bestehenden Zahnfleischentzündung.

Auch das Alter spielt eine Rolle – je älter das Tier, desto wahrscheinlicher ist ein Befall. Kleine Hunderassen und flachnasige Katzen (z. B. Perser) sind besonders anfällig.


Symptome: Welche Symptome zeigen Hunde und Katzen bei Parodontitis?

  • Mundgeruch (Halitosis)
  • Zahnfleischbluten
  • Zahnbelag und Zahnstein
  • Kaubeschwerden oder Futterverweigerung
  • Lockere oder fehlende Zähne
  • Schwellungen an Maul oder Gesicht

Wichtig: Viele Tiere zeigen erst in fortgeschrittenem Stadium sichtbare Beschwerden. Regelmäßige Zahnkontrollen sind daher unerlässlich.


Diagnostik: Wie wird Parodontitis bei Haustieren diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt über eine gründliche Mauluntersuchung, häufig in Narkose. Dabei werden die Zähne sondiert und geröntgt, um den Zustand der Zahnwurzeln zu überprüfen. Eine professionelle Zahnreinigung mit Ultraschall ist häufig der erste Schritt. Kot– oder Blutanalysen sind bei Sekundärinfektionen sinnvoll.

👉 Gut zu wissen: Lies auch unseren Beitrag zur Nieren– oder auch Herzerkrankungen – denn chronische Entzündungen im Maul können innere Organe stark belasten. Es kann sein, dass das auslösende Problem einer Nieren- oder Herzerkrankung leider im Maul des Hund oder der Katze zu finden ist.


Behandlung: Wie wird Parodontitis bei Hund und Katze behandelt?

Die Behandlung umfasst:

  • Professionelle Zahnreinigung unter Narkose
  • Entfernung von Zahnstein und entzündeten Zähnen
  • Antibiotikagabe bei bakteriellen Infektionen
  • Nachsorge mit spezieller Zahnpflege (z. B. Zahngel, Dentalfutter, Kausticks)
  • Tägliches oder wöchentliches Zähneputzen zur Prophylaxe

In schweren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff nötig sein.

👉 Gut zu wissen: Lies auch unsere Informationen was „Vor der Narkose“ und „Nach der Narkose“ zu beachten ist. Die Beiträge „Inhalationsnarkose“ und „Injektionsnarkose“ verdeutlichen, warum welche Operation aus Sicherheitsgründen teurer ist.


Prognose: Wie ist die Prognose bei Parodontitis? – Was kann ich langfristig tun?

Parodontitis ist kein kosmetisches Problem – sie ist schmerzhaft, belastet das Immunsystem und beeinträchtigt die Lebensfreude deines Tieres.

Wird Parodontitis früh erkannt und konsequent behandelt, ist die Prognose gut.

Bei fortgeschrittener Erkrankung sind Zahnausfall oder Folgeerkrankungen jedoch möglich.

Mit regelmäßiger Maulpflege und jährlicher Zahnkontrolle beim Tierarzt kann das Risiko stark reduziert werden.

👉 Tipp: In unserem Artikel „Zahnpflege beim Haustier“ findest du praktische Tipps für den Alltag!


Weitere Artikel auf unserer Webseite

Um mehr über verwandte Themen zu erfahren, empfehlen wir: