Pneumonie bei Hund und Katze: Definition, Ursachen, Symptome, Diagnostik, Behandlung und Prognose
Definiton „Pneumonie“

Pneumonie ist eine entzündliche Erkrankung der Lunge, die durch Infektionen, Allergien oder andere schädliche Faktoren verursacht wird.
Sie führt zu einer Schädigung der Lungengewebe und beeinträchtigt die Atmung der betroffenen Tiere erheblich.
Ursachen einer Pneumonie
Die Ursachen einer Pneumonie bei Hunden und Katzen sind verschiedene Ursachen haben. Diese können infektiöser oder nicht-infektiöser Natur sein:
- Infektiöse Ursachen: Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten können Pneumonie auslösen. Häufige Bakterienarten sind Bordetella bronchiseptica und Streptococcus spp.
- Viral: Viren wie das Canine Distemper Virus oder das Feline Calicivirus können Lungenentzündungen verursachen.
- Parasitäre Infektionen: Parasiten wie Toxoplasma oder Coccidia können die Lunge befallen.
- Allergische Reaktionen: Allergien oder Überempfindlichkeitsreaktionen können zu einer entzündlichen Reaktion in der Lunge führen.
- Fremdkörper: Das Einatmen von Fremdkörpern, wie Essensstückchen oder Spielzeug, kann die Lunge reizen und zu einer Pneumonie führen.
- Aspirationspneumonie: Das Einatmen von Magensaft oder Speichel kann eine entzündliche Reaktion in der Lunge hervorrufen.
Symptome einer Pneumonie
Die Symptome einer Pneumonie können von leicht bis schwer variieren und umfassen:
- Husten: Husten ist oft ein Hauptsymptom und kann trocken oder produktiv sein.
- Atembeschwerden: Schnelles, flaches Atmen oder Schwierigkeiten beim Atmen.
- Fieber: Erhöhte Körpertemperatur als Reaktion auf die Entzündung.
- Ausfluss: Eitriger oder blutiger Nasenausfluss oder Schleimproduktion.
- Appetitlosigkeit: Verminderter Appetit und allgemeine Schwäche.
- Erbrechen: In einigen Fällen kann auch Erbrechen auftreten.
- Bläuliche Zunge oder Schleimhäute: Zeichen von Sauerstoffmangel.
Diagnostik einer Pneumonie
Eine präzise Diagnose ist entscheidend für die effektive Behandlung einer Pneumonie:
- Klinische Untersuchung: Der Tierarzt erstellt die Anamnese und führt eine körperliche Untersuchung des Tieres durch. Dazu gehört die Lunge des Hundes oder der Katze mittels einem Stethoskop auskultatorisch abzuhören.
- Röntgenaufnahmen: Röntgenbilder der Brust helfen, Entzündungen, Flüssigkeitsansammlungen oder Fremdkörper zu identifizieren.
- Ultraschall: Kann zur Untersuchung der Lunge auf Flüssigkeitsansammlungen oder Tumoren eingesetzt werden.
- Blutuntersuchungen: Zur Bestimmung von Entzündungsmarkern und zur Identifizierung möglicher Infektionserreger.
- Tracheobronchialer Wasch: Eine Probe aus den Atemwegen wird entnommen, um Erreger zu identifizieren.
Behandlung einer Pneumonie
Die Behandlung und deren Dauer richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Pneumonie:
- Antibiotika: Bei bakterieller Pneumonie werden geeignete Antibiotika verabreicht.
- Antivirale Medikamente: Bei viral bedingter Pneumonie können antivirale Medikamente helfen.
- Antimykotika: Zur Bekämpfung von Pilzinfektionen.
- Parasitenbehandlung: Bei parasitärer Pneumonie sind spezifische Antiparasitika notwendig.
- Entzündungshemmende Medikamente: Zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen.
- Sauerstofftherapie: In schweren Fällen kann eine Sauerstofftherapie notwendig sein, um die Atemfunktion zu unterstützen.
- Ernährungsanpassung: Unterstützung der Ernährung, wenn das Tier aufgrund der Krankheit nicht frisst.
Prognose einer Pneumonie
Langzeitprognose: Bei chronischen oder wiederkehrenden Fällen kann es nötig sein, eine langfristige Therapie und regelmäßige Kontrollen durchzuführen.
Frühe Diagnose: Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung verbessern die Heilungschancen erheblich.
Behandlungserfolg: Bei korrekter Behandlung erholen sich die meisten Tiere vollständig.
Komplikationen: Unbehandelt oder bei verspäteter Behandlung kann Pneumonie zu schweren Komplikationen wie Lungenabszessen oder Atemversagen führen.
Die Prognose bei einer Pneumonie hängt von der Schwere der Erkrankung und der Schnelligkeit der Behandlung ab.


