R – RÖNTGENAUFNAHME

Röntgenaufnahme bei Haustieren – Wann ist sie notwendig und wie läuft sie ab?

Definiton: Was ist eine Röntgenaufnahme?

Eine Röntgenaufnahme ist ein bildgebendes Verfahren, das Röntgenstrahlen verwendet, um detaillierte Bilder der inneren Strukturen eines Tieres zu erstellen.

Diese Bilder helfen Tierärzten, Knochen, Organe und Gewebe zu untersuchen und verschiedene medizinische Zustände zu diagnostizieren.

Ursachen: Wann wird eine Röntgenaufnahme bei Haustieren benötigt?

Röntgenaufnahmen werden aus verschiedenen Gründen durchgeführt, darunter:

  • Diagnose von Frakturen: Identifizierung und Beurteilung von Knochenbrüchen.
  • Untersuchung von Gelenken: Diagnose von Gelenkerkrankungen wie Arthritis oder Dysplasie.
  • Erkennung von Tumoren: Entdeckung von Tumoren oder abnormalen Massen.
  • Bewertung von Organen: Untersuchung der Organe auf Anomalien oder Erkrankungen.
  • Überprüfung von Fremdkörpern: Lokalisierung und Identifizierung verschluckter Fremdkörper.

Um eine fundierte Aussage treffen zu können, müssen immer zwei Röntgenaufnahmen gemacht werden:

Eine bei der das Tier auf der Seite liegt (lateral/lateral) und eine weitere bei der das Tier auf dem Rücken auf dem Röntgentisch liegt (ventral/dorsal). So können Überlagerungen verhindert werden. Außer bei Zuchtuntersuchungen, können beide Aufnahmen im Normalfall ohne Narkose gemacht werden.

Symptome: Wann sollte ich eine Röntgenaufnahme für mein Haustier in Erwägung ziehen?

  • Lahmheit oder Schmerzen: Plötzliche oder anhaltende Lahmheit, Schmerzen oder Schwellungen in den Gliedmaßen.
  • Atembeschwerden: Husten, Atemnot oder andere Atemprobleme.
  • Ungewöhnliches Verhalten: Änderungen im Verhalten oder Bewegungsmuster.
  • Veränderungen im Gewicht: Unerklärliche Gewichtsveränderungen, sei es Zunahme oder Abnahme.
  • Verdauungsprobleme: Erbrechen, Durchfall oder Schwierigkeiten beim Kotabsetzen.

Diagnostik: Wie läuft eine Röntgenuntersuchung ab?

Die Untersuchung ist in der Regel nicht-invasiv. In manchen Fällen kann jedoch eine leichte Sedierung notwendig sein, um den Hund oder die Katze ruhig zu halten.

Ein spezialisiertes Gerät sendet Röntgenstrahlen durch den Körper, wobei dichtere Strukturen wie Knochen deutlicher sichtbar werden. Luft erscheint sowohl auf dem Röntgenbild als auch im Ultraschall als schwarze Masse, da sie die Strahlen nicht zurück werfen kann.

Die Diagnostik mittels Röntgenaufnahme umfasst:

  • Bildgebung: Erstellung und Analyse von Röntgenbildern durch den Tierarzt.
  • Beurteilung der Strukturen: Untersuchung der Knochen, Gelenke und inneren Organe auf Anomalien.
  • Vergleich mit Normwerten: Abgleich der Ergebnisse mit normalen Werten und Strukturen zur Identifizierung von Abweichungen.
  • Ergänzende Tests: Gegebenenfalls weitere bildgebende Verfahren oder Labortests zur Bestätigung der Diagnose.

Behandlung nach Röntgenaufnahme

Die Behandlung variiert je nach Diagnose und kann folgende mögliche Therapien umfassen:

  • Medikamentöse Therapie: Verabreichung von Schmerzmitteln, Entzündungshemmern oder Antibiotika.
  • Chirurgische Eingriffe: Operationen zur Reparatur von Frakturen, Entfernung von Tumoren oder Fremdkörpern.
  • Tierphysiotherapie: Rehabilitation und Physiotherapie bei Gelenkerkrankungen oder nach Operationen.
  • Diät- und Lebensstilanpassungen: Änderungen in der Ernährung oder im Lebensstil des Tieres zur Unterstützung der Genesung.
  • Regelmäßige Nachuntersuchungen: Fortlaufende Überwachung und Nachsorge durch den Tierarzt.

Prognose nach Röntgenaufnahme

Die Prognose hängt von der spezifischen Diagnose und dem Schweregrad des festgestellten Zustands ab:

  • Fremdkörper: Meist gute Prognose nach erfolgreicher Entfernung.
  • Frakturen: Gute Heilungschancen bei rechtzeitiger und angemessener Behandlung.
  • Gelenkerkrankungen: Möglichkeit der Linderung von Symptomen und Verbesserung der Lebensqualität durch Medikamente und Physiotherapie.
  • Tumoren: Abhängig von der Art und dem Stadium des Tumors; frühzeitige Entdeckung verbessert die Prognose.
  • Organerkrankungen: Variiert je nach Art der Erkrankung und frühzeitiger Intervention.

Röntgenaufnahmen sind ein unverzichtbares Werkzeug in der Tiermedizin, das eine präzise Diagnose und gezielte Behandlung ermöglicht, wodurch das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere erheblich verbessert werden können.