T – TIERPHYSIOTHERAPIE

Tierphysiotherapie bei Hund & Katze – Wann ist sie sinnvoll?

Die Tierphysiotherapie gewinnt in der modernen Tiermedizin zunehmend an Bedeutung. Sie dient nicht nur der Rehabilitation nach Operationen, sondern auch zur Linderung chronischer Beschwerden und zur Vorbeugung von Bewegungsstörungen.

Immer mehr Tierhalter:innen fragen sich daher: „Wann braucht mein Tier Physiotherapie?“ – In diesem Beitrag beantworten wir genau das und gehen auf Definition, Ursachen, Symptome, Diagnostik, Behandlung und Prognose ein.

Was ist Tierphysiotherapie?

Tierphysiotherapie umfasst verschiedene therapeutische Maßnahmen zur Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers.

Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Mobilität zu verbessern und die Muskulatur zu stärken – parallel und/oder ganz ohne Medikamente. Die Therapie kann sowohl bei orthopädischen als auch bei neurologischen Erkrankungen angewendet werden.


Welche Ursachen machen eine Tierphysiotherapie notwendig?

Physiotherapie kommt vor allem bei folgenden Auslösern zum Einsatz:

  • Nach Operationen (z. B. Kreuzbandriss, Bandscheiben-OP)
  • Arthrose, HD oder ED
  • Muskelverspannungen oder Fehlbelastungen
  • Neurologische Störungen (z. B. Lähmungen, Ataxie)
  • Altersbedingter Muskelabbau oder eingeschränkte Beweglichkeit

Auch präventiv kann Tierphysiotherapie sinnvoll sein – etwa bei Sporthunden oder bei Tieren mit Veranlagung zu Gelenkproblemen.


Wie wird der Therapiebedarf festgestellt?

Vor Beginn einer Physiotherapie erfolgt eine tierärztliche Untersuchung, oft ergänzt durch:

  • Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT
  • Ganganalyse
  • Muskel- und Gelenkfunktionsprüfung
  • Anamnese und Haltungsbeurteilung

Die Ergebnisse bestimmen die individuelle Therapieplanung – gemeinsam mit Physiotherapeut:in und Tierärzt:in.


Wie erkenne ich, dass mein Tier Physiotherapie braucht?

Tiere zeigen Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen oft subtil. Achte auf:

  • Lahmheit oder steifes Gangbild
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Hinlegen
  • Unlust beim Spazierengehen oder Springen
  • Verändertes Verhalten wie Rückzug oder Aggression
  • Einseitige Belastung oder Muskelabbau

Diese Symptome solltest du nicht auf „das Alter“ schieben – es könnte ein Fall für die Physiotherapie sein!


Wie sieht eine Tierphysiotherapie konkret aus?

Die Methoden der Tierphysiotherapie sind vielfältig, u. a.:

  • Manuelle Therapie (z. B. Massage, Mobilisation)
  • Bewegungstherapie auf dem Unterwasserlaufband
  • Wärme- und Kältetherapie
  • Laser- und Elektrotherapie
  • Koordinations- und Muskelaufbauübungen

Eine regelmäßige, individuell angepasste Anwendung verbessert nachhaltig das Wohlbefinden und die Beweglichkeit.


Wie ist die Prognose bei physiotherapeutischer Behandlung?

Je früher mit der Physiotherapie begonnen wird, desto besser sind die Heilungsaussichten.

Viele Tiere zeigen bereits nach wenigen Sitzungen eine spürbare Verbesserung.

Bei chronischen Erkrankungen kann die Therapie helfen, Medikamente zu reduzieren und Lebensqualität langfristig zu erhalten.


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