T – TONOMETRIE

Tonometrie – „Wie wird der Augendruck bei meinem Tier gemessen – und warum ist das wichtig?“

Veränderungen des Augeninnendrucks können schwerwiegende Folgen haben und sogar zum Verlust des Sehvermögens führen. Die Tonometrie ist ein schnelles, schmerzarmes Verfahren, das frühzeitig Hinweise auf Erkrankungen wie Glaukom oder Uveitis liefert. Für Tierhalter ist sie ein wertvolles diagnostisches Werkzeug, wenn Veränderungen am Auge bemerkt werden.


Definition – Was bedeutet „Tonometrie“?

Die Tonometrie ist die Messung des Augeninnendrucks mithilfe eines speziellen Geräts, dem Tonometer.

Sie ist wichtig, um Über- oder Unterdruck im Auge zu erkennen, die beide krankheitsbedingt auftreten können.

Der Messvorgang dauert nur wenige Sekunden und ist in der Regel schmerzfrei.

Kernpunkte

  • Messung des Augeninnendrucks
  • wichtig bei Glaukom/Uveitis
  • schnelle, schmerzfreie Untersuchung
  • unverzichtbare Augen-Diagnostik


Ursachen – Warum verändert sich der Augeninnendruck?

Ein erhöhter Druck entsteht häufig durch ein Glaukom, bei dem der Abfluss des Kammerwassers gestört ist. Ein zu niedriger Druck wird dagegen oft durch Entzündungen wie Uveitis ausgelöst. Traumata und Stoffwechselstörungen können ebenfalls zu Druckschwankungen führen.

Kernpunkte

  • Stoffwechsel- oder Hormonstörungen
  • Glaukom → zu hoher Druck
  • Uveitis → zu niedriger Druck
  • Trauma

Symptome – Woran erkenne ich eine Bindehautentzündung?

Typisch sind gerötete Augen, vermehrter Tränenfluss und manchmal gelb-grüner Ausfluss. Viele Tiere kneifen die Augen zusammen, reiben mit den Pfoten oder wirken lichtempfindlich. Je nach Ursache kann das Auge geschwollen wirken oder die Entzündung immer wieder auftreten.

Kernpunkte

  • Rote, tränende Augen
  • Ausfluss (klar bis eitrig)
  • Lichtempfindlichkeit
  • Reiben, Zwinkern, Schmerz

Symptome – Woran erkenne ich, dass der Augendruck nicht stimmt?

Tiere mit Druckveränderungen zeigen häufig Schmerzen, blinzeln stärker oder halten das Auge geschlossen. Erhöhter Druck führt oft zu einem vergrößerten, harten Augapfel, während niedriger Druck mit Rötung und Trübungen einhergeht. Häufig fällt auch Verhaltensänderung oder Lethargie auf.

Kernpunkte

  • Blinzeln, Schmerz, Schließen des Auges
  • Vergrößerter, harter Augapfel
  • Rötung & Trübung
  • Veränderung im Verhalten

Diagnostik – Wie läuft eine Tonometrie ab?

Nach einer behutsamen Fixierung wird ein sanfter Messstift kurz auf die Augenoberfläche gesetzt oder berührungslos gemessen. Der Wert zeigt sofort an, ob ein pathologischer Druck vorliegt. Kombiniert wird die Untersuchung oft mit Spaltlampenuntersuchung oder Ultraschall.

Kernpunkte

  • kurze, präzise Messung
  • meist berührungsarm oder sanft
  • sofortige Druckanzeige
  • ergänzende Diagnostik sinnvoll

Behandlung – Was passiert nach der Diagnose?

Wird ein erhöhter Druck festgestellt, erfolgt sofortige medikamentöse Senkung, um das Auge zu schützen. Bei Glaukomen sind langfristige Medikamente oder chirurgische Eingriffe nötig. Bei niedrigem Druck wird die zugrunde liegende Entzündung gezielt behandelt.

Kernpunkte

  • sofortige Drucksenkung bei Glaukom
  • Langzeittherapie möglich
  • Behandlung der Grundursache
  • schmerzlindernde Maßnahmen

Prognose – Wie gut stehen die Chancen?

Frühe Diagnose ist entscheidend, da Druckveränderungen unbehandelt irreversible Schäden verursachen können. Bei rechtzeitiger Therapie lassen sich viele Augenstrukturen stabilisieren. Chronische Erkrankungen erfordern regelmäßige Kontrollen, bieten aber oft eine gute Lebensqualität.

Kernpunkte

  • früh handeln schützt das Auge
  • je nach Ursache gute Stabilisierung
  • chronische Fälle kontrollierbar
  • unbehandelt riskant


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