TUMOR – Ist nicht immer gefährlich: Wann sollten Sie sich Sorgen machen?
Was ist ein Tumor und wann ist er harmlos?
Wenn ein Tierbesitzer hört, dass sein Hund oder seine Katze einen Tumor hat, ist die Sorge oft groß.

Ein Tumor ist eine Gewebeveränderung bzw. eine Umfangsvermehrung, die sowohl gutartig (benigne) als auch bösartig (maligne) sein kann. Doch viele Wucherungen stellen keine akute Gefahr dar.
Gutartige Tumoren wachsen oft langsam und breiten sich nicht im Körper aus, während bösartige Tumoren invasiv und potenziell lebensgefährlich sein können.
Wichtig zu wissen: Nicht jeder Tumor bedeutet automatisch Krebs.
Anzeichen, dass ein Tumor harmlos sein könnte
Keine Beschwerden: Ihr Haustier zeigt keine Schmerzen oder Verhaltensänderungen.
Langsames Wachstum: Gutartige Tumoren wachsen meist sehr langsam und verändern ihre Größe über Monate oder Jahre kaum.
Klare Abgrenzung: Sie fühlen sich glatt und verschiebbar unter der Haut an.
Wie erkenne ich einen Tumor oder eine Umfangsvermehrung bei meinem Haustier?
✔ Knubbel oder Schwellungen unter der Haut
✔ Verändertes Verhalten (z. B. Müdigkeit, Appetitverlust)
✔ Plötzliche Gewichtsabnahme
✔ Hautveränderungen oder offene Wunden, die nicht heilen
Nicht jeder Knoten bedeutet automatisch eine Gefahr! Eine tierärztliche Untersuchung bringt Klarheit.
Bei diesen Anzeichen sollten Sie mit Ihrem Haustier definitiv einen Tierarzt aufsuchen:
Schmerzen oder Verhaltensänderungen: Wenn Ihr Haustier Schmerzen zeigt oder ungewöhnlich müde
Schnelles Wachstum: Wenn ein Tumor plötzlich wächst, könnte dies ein Hinweis auf Bösartigkeit sein.
Veränderung der Oberfläche: Tumore, die bluten, ulzerieren oder ungewöhnlich aussehen, sollten untersucht werden.
Arten von Tumoren bei Haustieren
- Gutartige Tumoren (benigne)
- Wachsen langsam und bleiben lokal begrenzt
- Bilden keine Metastasen (keine Streuung im Körper)
- Oft harmlos und können, falls nötig, operativ entfernt werden
- Beispiele: Lipome (Fettgeschwulste), Warzen, gutartige Hauttumoren
- Bösartige Tumoren (maligne)
- Wachsen oft schnell und unkontrolliert
- Können in andere Organe streuen (Metastasenbildung)
- Müssen frühzeitig erkannt und behandelt werden
- Beispiele: Mastzelltumoren, Sarkome, Karzinome
Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten
1. Tierärztliche Untersuchung beim Verdacht auf einen Tumor
- Abtasten und Größe/Form des Tumors bestimmen
- Ultraschall oder Röntgen zur Lagebestimmung
- Gewebeprobe (Biopsie) zur Untersuchung auf Gut- oder Bösartigkeit
2. Behandlungsmöglichkeiten bei der Diagnose „Tumor“
- Chemotherapie oder Bestrahlung: Bei bösartigen Tumoren notwendig, um eine Streuung zu verhindern.
- Beobachten: Gutartige Tumore, die keine Beschwerden verursachen, müssen oft nicht entfernt werden.
- Operative Entfernung: Bei wachsenden oder störenden Tumoren sinnvoll.
Fazit: Ein Tumor ist nicht immer gefährlich!
✔ Viele Tumore sind gutartig und harmlos
✔ Früherkennung durch regelmäßige Untersuchung ist wichtig
✔ Eine tierärztliche Diagnose hilft, die richtige Behandlung zu finden

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