Tier-Ultraschall – Wann ist ein Ultraschall bei Hund oder Katze sinnvoll?
Ultraschalluntersuchungen sind aus der modernen Tiermedizin nicht mehr wegzudenken. Viele Tierhalter:innen fragen sich: „Wann braucht mein Tier einen Ultraschall?“ oder suchen konkret nach „Ultraschall für Hund oder Katze in meiner Nähe“.
In diesem Artikel erklären wir, was ein Ultraschall ist, wann er eingesetzt wird und was er leisten kann – von der Diagnostik bis zur Prognose.
Was ist ein tiermedizinischer Ultraschall? – Definition

Ein Ultraschall (Sonographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das mithilfe von hochfrequenten Schallwellen innere Organe sichtbar macht – ganz ohne Strahlung.
Er wird häufig zur Untersuchung von Bauchorganen, Herz oder auch Trächtigkeit eingesetzt.
Der große Vorteil: Die Untersuchung ist schmerzfrei, nicht-invasiv und liefert in Echtzeit wichtige Informationen über das Innere des Körpers.
Wann wird ein Ultraschall beim Tier notwendig?
Ursachen für eine Ultraschalluntersuchung:
- Abklärung von Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Erbrechen, Durchfall)
- Veränderungen an Leber, Milz, Niere oder Blase
- Verdacht auf Tumore oder Zysten
- Kontrolle von Trächtigkeit
- Kardiologische Fragestellungen (Herzultraschall, siehe Tachykardie beim Tier)
Ultraschall ist auch Teil der präventiven Diagnostik, etwa bei älteren Tieren oder genetischer Vorbelastung.
Welche Symptome deuten auf einen Ultraschall hin?
Typische Symptome, die einen Ultraschall notwendig machen könnten:
- Abmagerung trotz Appetit
- Häufiges Erbrechen oder Durchfall
- Blut im Urin oder ungewöhnlicher Harndrang
- Atemprobleme (Hinweis auf Herzprobleme)
- Tasten einer Umfangsvermehrung
Diese Symptome können viele Ursachen haben – ein Ultraschall kann Klarheit schaffen.
Wie wird ein Ultraschall durchgeführt?
Vor der Untersuchung sollte das Tier nüchtern sein. Es wird in Seitenlage gelagert, betroffene Körperregionen werden rasiert. Mithilfe des Schallkopfes analysiert der Tierarzt oder die Tierärztin die Organstruktur in Echtzeit.
In Kombination mit Laborwerten oder Röntgenbildern lassen sich fundierte Diagnosen stellen
Kann ein Ultraschall auch Teil der Behandlung sein?
Ein Ultraschall dient primär der Diagnostik, kann aber auch bei Interventionen wie Punktionen oder Biopsien hilfreich sein.
So lässt sich z. B. gezielt Flüssigkeit aus der Bauchhöhle entnehmen oder eine Gewebeprobe aus einer tumorösen Struktur gewinnen – unter Sichtkontrolle und mit minimalem Risiko.
Wie ist die Prognose nach einem Ultraschall?
Ein Ultraschall allein stellt keine Diagnose – er liefert die Basis für die richtige Interpretation und anschließende Therapie.
Oft führt er dazu, dass Erkrankungen früh erkannt und besser behandelt werden können.

Gerade bei Herzerkrankungen oder Tumoren verbessert ein frühzeitiger Befund die Prognose erheblich.
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