Urolithiasis bei Hund & Katze – Was tun bei Harnsteinen?
Viele Tierhalter:innen fragen sich: „Warum hat mein Tier Harnsteine?“ oder „Was tun bei Blasensteinen beim Hund oder bei der Katze?“ Die sogenannte Urolithiasis ist eine häufige Erkrankung der Harnwege bei Haustieren, die unbehandelt ernste Folgen haben kann.
In diesem Beitrag erklären wir dir alles Wichtige rund um Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten – fachlich fundiert und verständlich aufbereitet.
Was ist Urolithiasis beim Tier?

Urolithiasis bezeichnet das Auftreten von Harnsteinen (Urolithen) in den Harnwegen – meist in der Blase, seltener in Harnröhre oder Nieren.
Diese festen Ablagerungen bestehen aus Mineralien wie Struvit, Calciumoxalat oder Urat.
Die Erkrankung betrifft sowohl Hunde als auch Katzen, unabhängig vom Alter, wobei bestimmte Rassen prädisponiert sind.
Was verursacht Harnsteine bei Hund und Katze? – Ursache
Harnsteine entstehen durch:
- Ungleichgewicht im Urin-pH
- Fütterung mit ungeeignetem Futter
- Zu geringe Wasseraufnahme
- Infektionen der Harnwege
- Genetische Prädisposition (z. B. Dalmatiner, Shih Tzu, Perserkatzen)
Auch Vorerkrankungen oder Stoffwechselstörungen können eine Rolle spielen. Daher ist die Ursachenforschung entscheidend für die Therapie.
Woran erkenne ich, dass mein Tier Harnsteine hat?
Typische Symptome sind:
- Häufiges, schmerzhaftes Urinieren
- Blut im Urin
- Unsauberkeit oder Harnträufeln
- Verstopfung der Harnröhre (Notfall!)
- Apathie oder Futterverweigerung
Besonders bei Katern kann eine Verlegung der Harnröhre lebensgefährlich werden – hier ist schnelle Hilfe gefragt.
Wie wird Urolithiasis diagnostiziert?
Zur sicheren Diagnose führt die Tierärztin/der Tierarzt eine Kombination aus:
- Urinuntersuchung (pH-Wert, Kristalle, Blut, Infektionen)
- Ultraschall oder Röntgen, um Lage und Größe der Steine sichtbar zu machen
- Blutuntersuchung, um Nierenwerte und Entzündungsparameter zu kontrollieren
- In bestimmten Fällen: Analyse der Steinzusammensetzung nach Entfernung
Eine frühzeitige Diagnostik ist entscheidend, um Komplikationen wie Harnstau oder Nierenschäden zu vermeiden.
Wie werden Harnsteine beim Tier behandelt?
Je nach Steinart und Schweregrad erfolgt die Therapie konservativ oder operativ:
- Fütterungsumstellung mit Spezialfutter zur Auflösung bestimmter Steine
- Flüssigkeitstherapie, um den Urin zu verdünnen
- Entfernung durch Katheterisierung oder chirurgischen Eingriff
- Antibiotikatherapie bei begleitenden Harnwegsinfektionen
Nach der Behandlung ist eine langfristige Kontrolle (Diät, Nachsorge) notwendig, um Rückfälle zu vermeiden.
Wie ist die Prognose bei Urolithiasis?
Mit frühzeitiger Diagnose und konsequenter Therapie ist die Prognose in den meisten Fällen gut.
Rückfälle sind jedoch häufig, weshalb eine dauerhafte Fütterungskontrolle und regelmäßige Nachuntersuchungen essenziell sind.

Insbesondere bei rassebedingten Risiken oder chronischen Infekten sollte präventiv gehandelt werden.
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