Vor der Narkose

Wie bereite ich mein Haustier auf eine Narkose vor?

Warum ist eine gute Vorbereitung auf die Narkose für mein Haustier wichtig?

Die Vorbereitung Ihres Haustiers auf eine Narkose ist entscheidend, um Risiken zu minimieren und den Eingriff so sicher wie möglich zu gestalten.

Mit den richtigen Maßnahmen können Sie dazu beitragen, dass Ihr Tier für den Eingriff perfekt vorbereitet ist und diesen im Anschluss gut übersteht.


Hinweis für nach der Operation:

Die meisten Tierärzte geben die operierten Tiere erst dann nach Hause, wenn das Tier selbst wieder fähig ist zu laufen. So wird gewährleistet, dass bei eventuellen Komplikationen während der Aufwachphase professionell eingegriffen werden kann. An diesem Tag ist es dennoch gut, erst einmal alles ruhig angehen zu lassen.

Je nach Eingriff und Ausgangslage, kann es sein, dass der Hund oder die Katze auch noch eine Nacht stationär bleiben sollte. Diese Entscheidung trifft der zu behandelnde Arzt und wird dem Tierbesitzer frühzeitig mitgeteilt.


Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Vorbereitung

  1. Gesundheitscheck beim Tierarzt
    Vor einer geplanten Narkose wird Ihr Tierarzt Ihren Hund oder Ihre Katze gründlich untersuchen. Dabei werden Alter, Gewicht und eventuelle Vorerkrankungen berücksichtigt. In den meisten Fällen werden die wichtigsten Blutparameter, wie Leber- und Nierenwerte, unmittelbar vor der Narkose überprüft, um mögliche Risiken zu erkennen.
  2. Fasten vor der Narkose
    • Warum?: Futter im Magen kann während der Narkose(-einleitung) zu Erbrechen und möglichen Komplikationen führen.
    • Wie lange?: Hund und Katze sollten 8–12 Stunden vor der Narkose NICHT mehr gefüttert werden. (Frisches) Wasser ist jedoch in der Regel erlaubt. Bei Meerschweinchen und Kaninchen gilt diese Regel nicht: Sie müssen fressen können bis kurz vor und unbedingt unmittelbar nach der Operation.
  3. Ruhige Umgebung schaffen
    Bringen Sie Ihr Katze in einer Transportbox und Ihren Hund angeleint stressfrei zur Tierklinik. Vermeiden Sie Hektik und laute Geräusche, um Ihrem Tier unnötigen Stress zu ersparen.
  4. Medikamente und Impfungen
    Informieren Sie Ihren Tierarzt über alle Medikamente, die Ihr Tier aktuell einnimmt. In einigen Fällen müssen Medikamente vor der Narkose pausiert werden. Geben Sie auch mögliche Allergien, besonders auf Medikamente, frühere Komplikationen an.
  5. Besonderheiten je nach Tierart
  • Katzen: Verwenden Sie beruhigende Sprays oder Decken, die den Transport erleichtern.
  • Hunde: Geben Sie Ihrem Hund einen kurzen Spaziergang, um ihm die Möglichkeit zu geben, sich zu lösen.

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