Wundheilung bei Hund und Katze – Wie heilen Wunden bei meinem Tier richtig?
„Wie heilen Wunden bei Hund und Katze – und wann sollte ich zum Tierarzt?“
Diese Frage beschäftigt viele Tierhalter:innen, besonders nach Operationen, Bissverletzungen oder Unfällen. Eine gestörte Wundheilung kann schwerwiegende Komplikationen verursachen – von Infektionen bis hin zu chronischen Hautproblemen.
In diesem Beitrag erklären wir dir alles Wichtige rund um die Wundheilung bei Tieren – übersichtlich und verständlich.
Was bedeutet Wundheilung bei Tieren? – Definition
Unter Wundheilung versteht man den biologischen Prozess der Wiederherstellung geschädigter Haut und Gewebe. Dabei laufen verschiedene Phasen wie Reinigung, Neubildung von Gewebe und Narbenbildung ab.

Bei gesunden Tieren verläuft dieser Prozess meist komplikationslos – vorausgesetzt, die Wunde wird korrekt versorgt.
Bei gestörter Heilung kommt es zu Entzündungen, Infektionen oder chronischen Wunden.
Ziel einer guten Wundversorgung ist immer eine möglichst schnelle und narbenarme Heilung.
Wie entstehen schlecht heilende Wunden bei Hund & Katze?
Wunden können durch äußere Verletzungen wie Bisse, Kratzer oder OP-Schnitte entstehen. Aber auch Druckstellen, Allergien, Hauterkrankungen oder Autoimmunprozesse beeinträchtigen die Hautbarriere.
Faktoren wie schlechte Durchblutung, Infektionen, Fremdkörper, Diabetes oder starkes Belecken verzögern die Heilung zusätzlich. Auch bestimmte Medikamente können die Zellneubildung hemmen.
Woran erkenne ich eine gestörte Wundheilung?
Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Rötung, Schwellung oder nässende Hautstellen
- Verzögerte Krustenbildung oder Wundverschluss
- Eitriger Ausfluss oder unangenehmer Geruch
- Lahmheit oder Schmerzreaktionen bei Berührung
- Fieber oder allgemeine Schwäche bei Infektionen
Tiere neigen zudem dazu, betroffene Stellen zu belecken oder zu kratzen – das kann den Heilungsprozess weiter stören.
Wie wird eine Wundheilungsstörung festgestellt?
Der Tierarzt beurteilt die Wunde zunächst klinisch: Größe, Tiefe, Farbe, Ausfluss und Schmerzhaftigkeit geben wichtige Hinweise. Bei Verdacht auf tiefergehende Probleme kommen zusätzlich zum Einsatz:
- Gewebeproben, bei chronischen oder tumorösen Veränderungen
- Zytologische Abstriche zur Identifikation von Bakterien
- Blutuntersuchungen (z. B. auf Diabetes oder Infektionen)
- Bildgebende Verfahren, wenn Fremdkörper oder Fistelgänge vermutet werden
Wie kann ich eine gestörte Wundheilung behandeln lassen?
Die Therapie richtet sich nach Art und Ursache der Wunde. Mögliche Maßnahmen sind:
- Reinigung und Desinfektion
- Wundversorgung mit Salben, Pflastern oder speziellen Wundauflagen
- Antibiotika bei bakteriellen Infektionen
- Lasertherapie oder physikalische Maßnahmen zur Geweberegeneration
- Maulkorb oder Leckschutz, um Selbsttraumatisierung zu vermeiden
- Chirurgisches Debridement, wenn abgestorbenes Gewebe entfernt werden muss
Eine enge Nachkontrolle ist entscheidend für den Behandlungserfolg.
Wie stehen die Heilungschancen bei Wunden?
Die Prognose ist meist gut, wenn die Wunde frühzeitig erkannt und richtig behandelt wird.
Kleine, saubere Wundenheilen häufig innerhalb weniger Tage. Chronische oder infizierte Wunden benötigen jedoch längere Betreuung und Geduld.
Je besser der Allgemeinzustand des Tieres, desto schneller verläuft die Regeneration.

Wichtig ist: Eine rechtzeitige tierärztliche Begutachtung verhindert schwere Komplikationen.
Weitere Artikel auf unserer Webseite
Da Wundheilungsstörungen häufig mit Dermatologie, Chirurgie oder Spondylose-bedingten Bewegungseinschränkungen verknüpft sind, empfehlen wir einen Blick in unsere thematisch passenden Fachartikel.


